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Erstmals Innovationspreis Schaumkunststoffe 2011 durch den FSK verliehenFrankfurt (FSK). Die Stars des ersten Innovationspreises Schaumkunststoffe des Fachverbandes Schaumkunststoffe und Polyurethane sind zweifellos die Fernseh-Puppen von Mark Klawikowski und seiner Partnerin Ritti Soncco. Mit geschnitzten Schaumstoffpuppen aus Polyurethan-Schaumabfällen, die mit Bewegungsdrähten versehen sind, werden Filmgeschichten gedreht, wie z. B. der Schneider von Ulm. "Die beiden Filmemacher haben die Jury mit ihrer Kreativität und Anwendungsidee überzeugt und zeigen zudem, welche ungewöhnlichen Möglichkeiten es für Schaumstoffreste noch geben kann." begründet der Vorsitzende der Schaumstoffverarbeiter im FSK, Gerhard Hinzsch, die Auszeichnung. Der Preis wurde dieses Jahr das erste Mal überhaupt in der 49-jährigen Geschichte des FSK ausgeschrieben. Der FSK-Innovationspreis Polyurethan existiert dagegen schon 15 Jahre und wird immer in den geraden Jahren verliehen. Während beim Innovationspreis Polyurethan chemische Prozesse und neue Anwendungen im Fokus stehen, sind es beim Innovationspreis für Schaumkunststoffe die Werkstoffe, die als Halbzeuge in Blöcken und Platten hergestellt und danach konfektioniert werden. Schaumkunststoffe bestehen aus Polyurethan, Polyethylen, Melaminharz, Kautschuk, PVC und Polypropylen. Schäume werden konfektioniert, gestanzt, geschnitten, gefräst, verformt, Oberflächen-behandelt und in vielfältigster Weise so bearbeitet, dass sie für unzählige Anwendungen im Technik- und Consumer-Bereich eingesetzt werden können. Aus rund 20 Bewerbungen um den Innovationspreis Schaumkunststoffe wurden durch die Jury des Fachverbandes insgesamt 5 Gewinner mit besonderen Anwendungsideen für Schaumstoff ausgezeichnet. Neben den Schaumstoff-Puppen gehören zu den Preisträgern die Studenten der Schulen für Holz und Gestaltung in Garmisch-Partenkirchen, die einen Gesamtpreis für ihre originellen Ideen erhielten. Sabrina Möller, Elias Kronberger, Raphael Kuhn, Sebastian Winter und Johannes Kreileder präsentierten zusammen mit ihrem Lehrer Dirk Schellberg die Entwürfe und Ideen zu den verschiedenen Sitzmöbeln. Veronika Wernsdörfer, eine Studentin aus dieser Gruppe, wurde extra ausgezeichnet und überzeugte die Jury mit ihrer innovativen Idee "aufgefädelt", wobei eine Schaummatte an Holzstäben "aufgefädelt" wird und so eine neuartige Sitz- und Liegegelegenheit entsteht. Wie auch ihre Studienkollegen hat sie dabei mit verhautetem Polyurethan-Schaum experimentiert. Strengere Kriterien setzt die Jury dagegen bei den Unternehmens-Preisen an. Die Innovation darf hier nicht nur eine Idee sein, sondern muss den Markteintritt bereits erreicht, oder zumindest die Projektphase abgeschlossen haben. Die beiden diesjährigen Firmenpreise erhielten das Unternehmen Hanno-Werk GmbH & Co. KG für die Entwicklung von Clima-Tect. Die Platten bestehen aus Melaminharzschaum und dienen zum Verschluss von Öffnungen in klimatisierten Rechenzentrumsdoppelböden, um erhebliche Mengen an Energieverlust einzusparen. Der zweite Firmenpreis ging an ISL Schaumstoff-Technik GmbH für die innovative Babyduschunterlage "Lena", die das Duschen von Säuglingen und Kleinkindern, anstatt in der Babybadewanne, nicht nur für die Eltern erheblich erleichtert, sondern auch sicherer macht. |
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