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Das optimale Büroklima herstellen – aber wie?

Tipps für die kalte Jahreszeit

Phänomen Großraumbüro: Dem einen ist es zu kalt, dem anderen zu warm, dem dritten die Luft zu trocken … Sitzen zwei oder mehr Personen in einem Büro, wird schnell deutlich, dass der Begriff „Wohlfühlklima“ sehr individuell sein kann. Dennoch gibt es einige Richtlinien, deren Einhaltung zum optimalen Büroklima führen sollen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) befasst sich sowohl in der Publikation „baua: Aktuell – Ausgabe 3/2012“ als auch in dem auf einem Feldversuch basierenden Bericht „Lüftungsregeln für freie Lüftung“ mit dem Thema ideales Büroklima. In den Technischen Regeln für Arbeitsstätten geht es in der ASR A3.6 um die optimale Lüftung. Denn wenn es im Büro mieft, zu stickig, zu heiß oder zu kalt ist, kann dies mit einem Leistungsabfall und Krankheit der Beschäftigten einhergehen.

Detaillierte Versuchsbeschreibungen führen zu einem eindeutigen Ergebnis: Die korrekte Einstellung von Kippfenstern ist die ideale Art und Weise zu lüften. Werden dennoch Grenzwerte überschritten, wird eine Mischung aus Spalt- und Stoßlüftung empfohlen. Optimal sind Kippfenster, deren Kippweite in kleinen Schritten einstellbar ist. Die Einstellung der Fenster ist abhängig von der Außentemperatur und der Windstärke, die draußen herrschen.

Im Winter liegt der „Behaglichkeitsbereich“ bei Temperaturen zwischen 19 und 24 Grad, doch auch auf die Luftfeuchte kommt es an. Kalte Winterluft, die etwa durch Stoßlüften ins Büro gelassen wird, wird oft als trocken und unangenehm empfunden. So gibt die ASR A3.6 einen Richtwert für die Dauer des Stoßlüftens vor: Im Frühling und im Herbst liegt dieser bei 5 Minuten, im Winter bei 3 Minuten. BAuA-Experte Dr. Kersten Bux rät dazu, im Winter vor allem auf die Luftfeuchte zu achten. Juckende Haut ist nur eine mögliche Folge von zu trockener Büroluft. Unerlässlich ist bei der Arbeit im Büro auch, sommers wie winters genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Die gute Nachricht trotz anstehendem Winter: Durch gute Dämmung und moderne Heizsysteme ist das Wohlfühlklima im Büro im Winter wesentlich besser und einfacher zu erreichen als im Sommer.

Übrigens: Einen Rechtsanspruch auf Hitzefrei oder bestimmte Temperaturbedingungen gibt es nicht. Lediglich das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet den Arbeitgeber, den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass Gefährdungen für Gesundheit und Leben vermieden oder zumindest so gering wie möglich gehalten werden.

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