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Gerichtsurteil zu Vorspannkräften bei Zurrgurten

Fachverband erinnert an Wichtigkeit korrekter Etiketten

Falsche Angaben auf Hersteller-Etiketten sind kein Kavaliersdelikt – schon gar nicht, wenn diese Etiketten an Geräten oder Arbeitsmitteln befestigt sind, von denen die Sicherheit der Arbeiter abhängt! Der Fachverband Seile und Anschlagmittel e.V. (FSA) erinnert anlässlich eines Gerichtsurteils des Landgerichts Münster vom 29.8.2012 daran, dass ehrlich eben am längsten währt – und zum Besten für Arbeiter und Hersteller ist.

In besagtem Fall war die Angabe der mit einem Zurrgurt zu erreichenden Vorspannkraft auf einem Etikett falsch und damit wurden auch die Werte der ebenfalls auf dem Etikett genannten EN-Norm 12195-2 nicht erreicht, wie eine Prüfung durch das Materialprüfungsamt ergab. Eine zu geringe Vorspannkraft führt „unter Umständen zu nicht ausreichend gesicherter Ladung, die herabfällt und dadurch womöglich Menschenleben gefährdet“, benennt der FSA die Gefahr klar und deutlich. Ob die Beklagte nun Prüfberichte für das Baumuster hatte oder nicht: Letztlich haftet der Inverkehrbringer dafür, dass die von ihm vertriebenen Zurrgurte so sicher sind, wie es die Etiketten versprechen.

Der FSA, auf dessen Betreiben hin die Wettbewerbszentrale Stuttgart geklagt hatte, macht deutlich, dass mit solchem Etikettenschwindel nicht zu spaßen ist, und verkündet auf seiner Webseite: „Der FSA hat mit seiner Initiative ein klares Zeichen für qualitäts- und sicherheitsbewusstes Handeln in der Branche gesetzt. Ein zweites Verfahren gegen einen anderen Anbieter läuft zurzeit. Weitere Verfahren können ohne weiteres und unangekündigt folgen, wenn sich die ‚schwarzen Schafe‘ ihrer Verantwortung auch weiterhin nicht bewusst werden.“

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