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Kurze Arbeitsunterbrechungen verdoppeln die Fehlerquote und können krank machen

Studie der MSU und Tipps in einer BAuA-Broschüre

Die Situation kennt wohl jeder: Man arbeitet an der Lösung eines Problems, ist hochkonzentriert bei seiner Aufgabe, und ständig wird man kurz unterbrochen. Das Handy klingelt, ein Kollege hat eine wichtige Frage, der Chef braucht schnell eine Akte ...Wie Sie mit solchen Störungen umgehen sollten, verrät die Broschüre "Bitte nicht stören! Tipps zum Umgang mit Arbeitsunterbrechungen und Multitasking" von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die gerade aktualisiert wurde.

Immerhin verringert sich die Leistungsfähigkeit des Gehirns um 20 bis 40 %, wenn Aufgaben parallel statt nacheinander erledigt werden. Außerdem sind Multitasker gestresster. Eine Studie der Michigan State University (MSU) mit 300 Personen hat außerdem gezeigt: Schon eine Unterbrechung von 3 Sekunden reicht aus, um die Fehlerquote bei der Erledigung einer einigermaßen anspruchsvollen Aufgabe zu verdoppeln! Kurze Unterbrechungen gibt es ständig, doch die Folgen aufgrund von Fehlern bei der Arbeit können fatal sein. Erik Altmann, Psychologieprofessor an der MSU und Studienleiter, empfiehlt, eine störungsfreie Arbeitszone zu schaffen. Vor allem gilt laut Altmann die Devise: "Handy aus am Arbeitsplatz!"

Die BAuA gibt in der 4. Auflage von "Bitte nicht stören!" außerdem diese Tipps: Beschäftigte sollten selbst entscheiden, welche Aufgabe Priorität hat. Wenn eine Unterbrechung schon unbedingt sein muss, dann sollte sie zu einem Zeitpunkt stattfinden, der den späteren Einstieg leichter macht - zum Beispiel nach der Erledigung eines Teils einer Aufgabe. Auch was Kollegen und Vorgesetzte tun können, um Multitasking zu vermeiden, lesen Sie in der BAuA-Broschüre, die Sie sich über den Link herunterladen können.

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