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Forscher entwickeln Flammschutz ohne Gift

Alternativen für Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit

Flammschutzmittel sind oft extrem gesundheitsschädlich. Vor Kurzem wurde zum Beispiel erst das Flammschutzmittel HBCD verboten (die Arbeitsschutz-Portal-Redaktion berichtete). Forscher der Schweizer Empa, einer interdisziplinären Forschungs- und Dienstleistungsinstitution für Materialwissenschaft und Technologieentwicklung, haben nun unbedenkliche Alternativen für den Flammschutz entwickelt.


Giftiger Flammschutz in alltäglichen Gegenständen

Ob als Isolations- und Verpackungsmaterial oder in Polstermöbeln und Matratzen: Giftiger Flammschutz findet sich in vielen Kunststoffen, die sich ohne Mittel schnell entzünden würden. Gängige halogenierte Flammschutzmittel stehen allerdings im Verdacht, die Gesundheit zu schädigen. Etliche dieser Substanzen sind langlebig und reichern sich in der Umwelt an, haben hormonähnliche Wirkung oder gelten als krebserregend. Mit der Entwicklung von unbedenklichen Alternativen haben die Empa-Forscher also einen schon lange wichtigen Schritt getan.


Gesünder, schonender und ohne Mehraufwand

Bei den neuartigen Flammhemmern handelt es sich um organische phosphorhaltige Verbindungen, so genannte Phosphoramidate. Die Empa-Forscher haben mehrere dieser Substanzen synthetisiert (die sich jeweils in der Art der am Phosphor hängenden Amin-Substituenten unterschieden) und sie dem Polyurethanschaum in steigender Konzentration beigemischt. Erstes Ergebnis: Die Flammhemmer haben den Prozess der Schaumherstellung nicht beeinträchtigt. Somit könnten herkömmliche und gesundheitsschädliche Mittel bald der Vergangenheit angehören. Die Forschungsergebnisse sind vor kurzem von der Fachzeitschrift «Industrial & Engineering Chemistry Research» angenommen und zur Publikation freigegeben worden.

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