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Abbruch-Software für Rückbauarbeiten ist in der Entwicklung

Lärm, Staub und Erschütterungen minimieren

Sie sind staubig, laut und riskant: Abbrucharbeiten bergen viele Gefahren für Mensch und Umwelt, die bislang laut der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) bei der Planung nicht ausreichend berücksichtigt werden. Besser gesagt: die nicht ausreichend berücksichtigt werden können, denn die Belastungen durch Lärm, Staub und Erschütterungen bei Abbrucharbeiten sind nicht ausreichend untersucht. Das soll sich mit Hilfe der DBU nun ändern: Derzeit ist eine Planungssoftware für Abbrucharbeiten in Arbeit, mit der die umweltschonendsten Rückbauarbeiten problemlos ermittelt werden können sollen.

Die Software soll nicht nur aufzeigen, wie die Gefahr für die Beschäftigten möglichst gering gehalten werden kann, sondern auch, welche Bauteile wiederverwendet werden können. Ressourceneffizienz ist nämlich ein weiteres wichtiges Umweltschutzthema.

Die Abbruch-Software wird auf Basis von Rohdaten ermittelt, die auf verschiedenen Baustellen gemessen wurden. Ein Konzept für eine Datenbank steht bereits.

„Es ist davon auszugehen, dass Rückbaumaßnahmen und Sanierungen von Altbauten eine immer größere Bedeutung zukommen werden. Das Projekt bietet auch ein großes Potenzial, mehr Rohstoffe aus Bauteilen wiederzuverwerten und so den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu verringern", fasst DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde die Nützlichkeit der Abbruch-Software zusammen. Die DBU beteiligt sich an der Entwicklung mit 380.000 Euro.

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