Nachricht

Bestimmte Hautkrebsformen als Berufskrankheit: Anerkennung möglich

Langjährige Arbeit im Freien ist Voraussetzung

Bestimmte Formen von Hautkrebs, aktinische Keratosen und das Plattenepithelkarzinom, können in Zukunft wie eine Berufskrankheit anerkannt werden. Das berichtet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die vor diesem Hintergrund eine Ergänzung der Berufskrankheitenliste fordert. Die Grundlage für diese Änderung ist die Wissenschaftliche Begründung des Ärztlichen Sachverständigenbeirats "Berufskrankheiten".

Eine solche Anerkennung als Berufskrankheit kann den Betroffenen das Leben merklich erleichtern, schließlich geht es um die Übernahme der Heilbehandlung. Auch wenn die beiden Krankheiten noch nicht in der Berufskrankheitenliste stehen, können sie also wie eine Berufskrankheit anerkannt werden. Voraussetzungen für die Anerkennung ist, dass der Erkrankte jahrelang im Freien gearbeitet hat und die betroffene Körperstelle direkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt war. Die UV-Strahlungsdosis spielt ebenfalls eine Rolle: Die Mehrbelastung, der der Betroffene bei seiner Tätigkeit ausgesetzt war, muss mindestens 40% über der alltäglichen "normalen" Lebensbelastungsdosis liegen. Diese Mehrbelastung erreicht ein 50-Jähriger nach etwa 15 Jahren Arbeit im Freien.

Beschäftigte am Bau, auf See, in der Landwirtschaft ... erkranken besonders häufig an diesen Hautkrebsformen.