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Studie: Großraumbüros machen krank

Die Form des Büros und ihr Einfluss auf die Mitarbeitergesundheit

Viele haben es schon geahnt, nun haben es Wissenschaftler der Stockholmer Universität belegt: Großraumbüros machen krank. Das ergab eine Arbeitsplatzanalyse von knapp 2.000 Büroarbeitern, die in sieben unterschiedlichen Formen von Büros tätig waren - vom Einzelbüro bis zur kleinen, mittleren und großen Großraumvariante. Die Wissenschaftler untersuchten, wie/ob die Form des Büros Einfluss auf die Mitarbeitergesundheit hat - und kamen zu diesem ernüchternden Ergebnis. Veröffentlicht wurde die Studie "Office design's impact on sick leave rates" in der Zeitschrift "Ergonomics".


Frauen in Großraumbüros und Männer in Flex-Offices ...

Die Untersuchungen zeigen, dass besonders die Gesundheit von Frauen in Großraumbüros gefährdet ist. Am häufigsten brauchen Büromitarbeiter eine Auszeit, die in Großraumbüros mit 4 bis 9 Personen oder mit mehr als 24 Personen arbeiten. Auch Flex-Offices, Büros ohne feste Arbeitsbereiche, in denen sich die Mitarbeiter jeden Morgen ihren Arbeitsplatz suchen, kommen nicht gut weg. Wer täglich seinen flexiblen Rollcontainer in eine andere Ecke des Flex-Office schieben muss, ist ebenfalls häufiger krank. Hier leiden besonders die Männer.

Woran es liegen kann, dass das Gesundheitsrisiko in solchen "dicht bevölkerten" Büros höher ist, können die Wissenschaftler nur vermuten: Lärm und andere Umgebungsstressoren, fehlende Privatsphäre, ein höheres Infektionsrisiko durch viele Menschen in einem Raum, (negative) Gruppendynamik und die Unersetzbarkeit des Einzelnen im kleinen Team/kleinen Büro gehören zu den wahrscheinlichen Einfluss-Faktoren.

Die Wissenschaftler schließen aus ihrer Studie in Kombination mit anderen Untersuchungen, "that traditional open-plan offices are less good for employee health". Kurz, knapp und deutlich!

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