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EU-Kommission legt PSA-Verordnungsentwurf vor

Für mehr Sicherheit und bessere Umsetzbarkeit

Ein großer Schritt zur Überarbeitung der PSA-Richtlinie (Richtlinie 89/686/EWG über persönliche Schutzausrüstungen) ist getan: Die Europäische Kommission hat einen Entwurf für eine PSA-Verordnung veröffentlicht. Die seit 01. Juni 1995 anwendbare Richtlinie, die den freien Verkehr, Wettbewerbsbedingungen und Sicherheit und Gesundheitsschutz durch PSA regelt, könnte davon abgelöst werden. 

Wie praktisch: Neben dem Verordnungsentwurf hat die EU-Kommission ein Dokument herausgegeben, das die wichtigsten Änderungen zusammenfasst. Diese sind:

  • die Angleichung der PSA-Richtlinie an den neuen gemeinsamen Rechtsrahmen (NLF)
  • die Ausdehnung des Geltungsbereichs der PSA-Richtlinie für Produkte zur privaten Verwendung als Schutz gegen Hitze, Feuchtigkeit und Wasser
  • die Aufnahme einiger Arten von PSA, wie etwa Rettungswesten, PSA zum Schutz gegen Schussverletzungen oder Messerstiche, PSA zum Schutz gegen Lärm … in die Kategorie III. Für Produkte dieser Kategorie gilt das strengste Konformitätsbewertungsverfahren
  • die Änderung von Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen bei Produkten zum Schutz gegen mechanische Schwingungen, zum Schutz gegen die schädlichen Auswirkungen von Lärm und zum Schutz gegen nichtionisierende Strahlung
  • Änderungen der Anforderungen an die technischen Unterlagen, die Gültigkeit und den Inhalt der EG-Baumusterprüfbescheinigung und die EG-Konformitätserklärung


Die Änderungen sollen die Regelungen zu PSA eindeutiger, einfacher und praxisrelevanter machen und für besseren Arbeitsschutz sorgen. Laut der Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) dürfte die PSA-Verordnung frühestens Anfang 2016 verabschiedet werden.

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