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So rollen Sie Lasten richtig!

Tipps vom Ergonomie-Experten

Auch beim Einsatz von Sackkarren, Hubwagen und Co. gilt das ergonomische Motto: Haltung bewahren! Diese Hilfsmittel sollen den Transport von mittelschweren Lasten schließlich leichter machen und nicht selbst zur Gesundheitsgefahr werden. Die Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" gibt Tipps zum sicheren Umgang mit rollenden Hilfsmitteln.

Ob Getränkekisten, Pakete oder die neue Lieferung Druckerpapier: Rollen ist oft besser als tragen. "Doch beim Ziehen und Schieben kann der Hand-Arm-Schulter-Bereich besonders belastet sein", erläutert Prof. Dr. Rolf Ellegast, stellvertretender Leiter des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). "Abhängig vom Kraftaufwand und von der Körperhaltung können zudem die Lendenwirbelsäule sowie die Hüft- und Kniegelenke in Mitleidenschaft gezogen werden."

Beachten Sie folgende Experten-Hinweise, um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden:

  • Haltung bewahren! Die beladenen Hilfsmittel sollten nicht ruckartig angehoben, gezogen oder geschoben werden. Beschäftigte sollten bewusst eine aufrechte Körperhaltung mit nicht verdrehtem und möglichst geradem Rücken einnehmen.
  • Setzen Sie auf das richtige Hilfsmittel! Die Sackkarre ist nicht für jede Last und jeden Transport geeignet. Wer Stufen überbrücken muss, sollte einen Treppensteiger benutzen. Auf unebenem Untergrund sollten die Reifen des Hilfsmittels ausreichend groß sein und ein tiefes Profil haben.
  • Auf das Maximalgewicht achten! Überladen Sie ein Hilfsmittel niemals über das von den Herstellern angegebene Maximalgewicht. Die Last sollte außerdem mittig aufgesetzt werden.
  • Richtig einkaufen! Achten Sie beim Einkauf auf „Geprüfte Sicherheit“ – die Sie am GS-Zeichen erkennen. Wenn verschiedene Personen mit dem Hilfsmittel arbeiten, sollte die Griffhöhe verstellbar sein.
  • Gefährdungsbeurteilung ist Pflicht! Im Job ist beim Transportieren von Lasten eine Gefährdungsbeurteilung Pflicht. Nach den sogenannten Leitmerkmalmethoden können die Risiken für die körperliche Überbelastung für jeden Beschäftigten individuell ermittelt werden. So ist die Höhe der körperlichen Belastungen abhängig von der Art des Hilfsmittels, vom Lastgewicht, der Körperhaltung und Bewegungsgeschwindigkeit, der Dauer und Häufigkeit der Lastenhandhabung und den Ausführungsbedingungen. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen beraten bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und bei der Wahl der richtigen Hilfsmittel.

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