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Eichenprozessionsspinner: Kleines Tier erfordert große Schutzmaßnahmen

BAuA warnt vor jahrelangen Gesundheitsschäden

Kleines Tier mit großer gesundheitsschädigender Wirkung! Der Eichenprozessionsspinner (EPS) ist ein Nachtfalter und Eichenfraßschädling, dessen Raupen zum Schutz vor Fressfeinden mit Brennhaaren ausgestattet sind. Die Brennhaare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das Menschen und Tiere schädigt. Kommen Menschen mit den Brennhaaren in Berührung, können Atembeschwerden, Hautprobleme oder Augenentzündungen die Folge sein. Im schlimmsten Fall kann es zu Schockzuständen kommen. Da die Brennhaare leicht abbrechen und auf den Pfaden der Tiere liegen bleiben, sind sie nicht nur während der Prozessionszeit (Mai bis Juli) gefährlich. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt auf ihrer Webseite Tipps, wie sich Beschäftigte schützen sollten.

Erste Wahl zum Schutz ist es, befallene Bereiche gar nicht erst zu betreten. Eichen sollten vor Baumarbeiten auf Befall überprüft werden, befallene Bereiche sollten wenn möglich abgesperrt werden. Ist die Vermeidung nicht möglich, sollten Beschäftigte folgende Schutzmaßnahmen einhalten:

  • in befallenen Bereichen während der Arbeit  nicht essen, trinken, rauchen
  • Hautschutzplan beachten und Hände reinigen
  • PSA (Atem- und Augenschutz, Schutzanzüge) direkt nach der Arbeit in befallenen Bereichen ablegen - damit keine Pausenräume und andere Bereiche betreten!
  • Persönliche Schutzausrüstung und Kraftfahrzeuge sachgerecht reinigen

Wenn Beschwerden auftreten, empfiehlt die BAuA umgehend einen Arztbesuch.

Bekämpft wird der EPS mit biologischen und chemischen Bioziden und mit der Absaugung der Gespinstnester.

Tipps vom Umweltbundesamt (UBA) und von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF Bayern) rund um die Gefährdungen durch und für die Bekämpfung des EPS finden Sie über die Links.

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