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Gesundes Arbeiten in Kitas - mehr Ergonomie!

Projekt Ergo-Kita trägt Früchte

Erzieher in Kindertagesstätten (Kitas) müssen in ihrem Arbeitsalltag viele Aufgaben bewältigen, die ihre physische und psychische Gesundheit stark belasten: Sie sitzen täglich auf zu kleinen Stühlen, heben und tragen Kinder und haben kaum Möglichkeiten zum Entspannen – das kann auf Dauer Spuren im Muskel-Skelett-System, aber auch in der Psyche hinterlassen. Wie diese Belastungen minimiert werden können, sollte die Studie Ergo-Kita herausfinden. Im April wurde Ergo-Kita beendet - und die Ergebnisse für Prävention und Gesundheitsschutz von Beschäftigten in Kitas werden bereits umgesetzt.

Die Erkenntnisse sind eindeutig: Ergonomische Möbel und die Vermeidung belastender Arbeitshaltungen durch veränderte Prozesse sind nur zwei der Verbesserungen, die erreicht werden können. Auch bauliche Veränderungen, die etwa Beleuchtung und Raumgestaltung betreffen, werden bereits in die Praxis umgesetzt: Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz, das IFA und die Stadt Neuwied bauen eine Muster-Kita in Neuwied. Bei der Altbausanierung und gleichzeitigen Erweiterung durch einen Neubau werden insbesondere die Aspekte Ergonomie, Raumgestaltung, -akustik und -klima sowie Beleuchtung berücksichtigt. Die Arbeitsbelastungen für die Erzieher sollen damit gesenkt und der Lebensraum Kita für Kinder und Erwachsene besonders gesundheitsfördernd gestaltet werden. Die Muster-Kita soll inspirieren und deutschlandweites Vorbild sein. Sie stößt als bundesweiter Prototyp bereits auf großes Interesse. „Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus anderen Einrichtungen fragen bei uns an“, sagte Anja Schäfer, Leiterin der Kita.

Über Ergo-Kita: Initiiert wurde Ergo-Kita von den Unfallkassen Rheinland Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) führte sie in Zusammenarbeit mit den Universitäten Darmstadt und Frankfurt durch.

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