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TRGS 900 und Grenzwertsenkung für A-Staub - das ist jetzt zu tun!

BAuA informiert über Unternehmerpflichten - Praxis-Infos gesucht

Im November 2013 hat der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) beschlossen, den Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für A-Staub von bis dato 3 mg/m³ auf 1,25 mg/cm³ abzusenken (das Arbeitsschutz-Portal berichtete). Der neue Grenzwert ist mit seiner Bekanntmachung in der TRGS 900 „Arbeitsplatzgrenzwerte“ in Kraft getreten.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) berichtet nun, was betroffene Betriebe tun müssen: Zunächst gilt es, die Gefährdungsbeurteilung zu aktualisieren. Wenn ein Betrieb den neuen AGW für A-Staub bei bestimmten Tätigkeiten nicht einhalten, kann er eine fünfjährige Übergangsfrist - bis Ende 2018 - in Anspruch nehmen. Dass die Einhaltung nicht möglich ist, muss sich anhand aktueller Ergebnisse aus Expositionsermittlungen belegen lassen. Während der fünfjährigen Übergangsfrist gilt der bisherige Grenzwert von 3,0 mg/m³ als Beurteilungsmaßstab für Schutzmaßnahmen.


Anforderungen an die Betriebe während des Übergangszeitraums

Die Betriebe müssen während des Übergangszeitraums trotzdem eine Reihe zusätzlicher Anforderungen erfüllen. Die Übergangsregelung verlangt, dass

  • technische Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik bereits umgesetzt werden,
  • ein Schutzmaßnahmen-Konzept vorhanden ist, aus dem hervorgeht, wie die Einhaltung des AGW bis zum Ende des Übergangszeitraums erreicht werden kann,
  • die Beschäftigten über das Schutzmaßnahmen-Konzept informiert sind,
  • der Arbeitgeber den Beschäftigten Atemschutz zur Verfügung stellt und dieser bei Expositionsspitzen getragen wird.


Neue Technische Regel für Stäube geplant

Der AGS plant laut BAuA eine TRGS „Schutzmaßnahmen“ speziell für Stäube. Sie soll Ergebnisse von Expositionsmessungen, die Umsetzung von Schutzmaßnahmen durch Betriebe und deren Schutzmaßnahmen-Konzepte berücksichtigen. Um an die nötigen Informationen aus der Praxis zu kommen, enthält der AGS-Beschluss deswegen eine Aufforderung an die Betriebe, diese Informationen zur Verfügung zu stellen.

Bis zur Fertigstellung der neuen TRGS für Stäube können sich Betriebe nach wie vor an der TRGS 500 „Schutzmaßnahmen“ und an den Schutzleitfäden der BAuA orientieren.


Veranstaltung stellt AGS-Konzeption zum Allgemeinen Staubgrenzwert vor

In der Veranstaltung "AGS publik" am 24. November 2014 wird die Konzeptionen des AGS zum Allgemeinen Staubgrenzwert und zur Ermittlung des Standes der Technik vorgestellt und erörtert. Auch Praxisbeiträge werden einfließen.

Die Veranstaltung findet im Bundespresseamt in Berlin statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

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