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Gewinner des BG-ETEM-Präventionspreises 2014

Für besonderes Engagement in Sicherheit und Arbeitsschutz

Am 08. Oktober 2014 verlieh die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) zum vierten Mal den Präventionspreis. 92 Unternehmen aus allen in der BG ETEM versicherten Branchen hatten sich beteiligt. Ausgezeichnet wurden nun sechs Unternehmen, die in ihrem Engagement für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz weit über das gesetzlich vorgeschrieben Maß hinausgehen. Jeder Branchenpreis ist mit 5.000 Euro dotiert.

"Mit dem Präventionspreis wollen wir zum Nachahmen anregen und Impulse für eigene Ideen und Maßnahmen geben", erklärt Olaf Petermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der BG ETEM. Seit 2008 wird der Preis alle zwei Jahre ausgeschrieben. "Anstrengungen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit dienen nicht dem Menschen, sie sind auch unerlässlich für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.“ Petermann verwies in diesem Zusammenhang auf Untersuchungen, die den betriebswirtschaftlichen Nutzen von Investitionen in den Arbeitsschutz belegen. "Für einen Euro, den Sie in die Prävention investieren, bekommen Sie zwei Euro zwanzig zurück."


Die Preisträger und ihre innovativen Arbeitsschutz-Ideen

Neben der Siemens AG, die für ihre Zero Harm Culture Initiative ausgezeichnet wurde, gehören auch zwei mittelständische Unternehmen zu den Preisträgern, die sich mit organisatorischen Maßnahmen beworben hatten. Die Lensing-Wolff Pressevertriebs GmbH aus Dortmund hat ein Sicherheitspaket entwickelt, mit dem sie ihre fast 2.000 Zeitungszusteller besser schützen will. Darin sind Verbesserungen bei der Ausrüstung bis zu Deeskalations- und Erste-Hilfe-Kursen enthalten. Die Zausinger GmbH & Co. KG, ein Münchner Unternehmen aus dem Bereich Elektrohandwerke, will bereits die Auszubildenden für das Thema Arbeitsschutz sensibilisieren. Azubis entwickeln und realisieren in Eigenregie Arbeitsschutzfilme, die dann allen Beschäftigten gezeigt werden.

Für technische Entwicklungen wurden drei Unternehmen ausgezeichnet. Die EDI.SON Energietechnik GmbH aus Wustermark erhält einen Preis für einen von ihr entwickelten mobilen Anschlagpunkt. Beim Arbeiten auf Strommasten erhöht er die Sicherheit der Monteure – eine besonders interessante Entwicklung angesichts des umfangreichen Leitungsbaus im Zuge der Energiewende.

Bei der Engeser GmbH im schwäbischen Schramberg wurde so lange getüftelt, bis eine Schutzeinrichtung an einer Maschine nicht mehr bei der Arbeit behinderte. Die ursprünglich mitgelieferte Schutzeinrichtung wurde nicht selten heimlich ausgebaut, weil sie störte. Das ist kein Einzelfall in deutschen Werkshallen

Ein weiterer Preis ging an die Ernst Feiler GmbH aus Hohenberg an der Eger. Das Textilunternehmen hat eine Lösung entwickelt, um Beschäftigte von ergonomisch ungünstigen Tätigkeiten zu entlasten. Die Hände der Mitarbeiter wurden stark belastet, wenn die so genannten Flottfäden, die entstehen, wenn Frotteegewebe mit Chenille-Bordüren versehen werden, mit einer Schere entfernt werden mussten. Die Mitarbeiter entwickelten kurzerhand auf eigene Faust eine Maschine, die diese Tätigkeit übernimmt.

Für diese Erfindung bekam die Ernst Feiler GmbH auch den mit 3.000 Euro dotierten Publikumspreis „IQ-Präventionspreis“ von den rund 100 Gästen der Preisverleihung. "IQ" stehe zum einen für Begriffe wie "Idee" und "Innovation" und zum anderen für "Qualität", aber auch "Querdenken", erläuterte Dr. Jens Jühling, Präventionsmanager der BG ETEM.

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