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Neu gefasste TRGS 525 - das hat sich geändert!

BGW informiert über Neuerungen bei Gefahrstoffen in der medizinischen Versorgung

Die Technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 525 "Gefahrstoffe in Einrichtungen der medizinischen Versorgung" wurde neu gefasst und ist bereits in Kraft getreten. Darauf weist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hin. Die TRGS ist eine Handlungshilfe für den betrieblichen Arbeitsschutz. Sie wurde dem aktuellen Stand des Gefahrstoffrechts und der Technik angepasst und über die Humanmedizin hinaus auf die Veterinärmedizin ausgeweitet.


Neuer Inhalt, alte Gliederung

Neue Erkenntnisse, wie etwa zur Desinfektion oder zur Anwendung von Narkosegasen, sowie Informationen zu neueren human- und veterinärmedizinischen Therapieverfahren (bspw. der Laserchirurgie) sind in die TRGS eingeflossen. Alternative Heilverfahren werden nun ebenfalls berücksichtigt.

Die Gliederung der TRGS hat sich kaum geändert. Schwerpunktmäßig geht es immer noch um Hinweise zur Gefährdungsbeurteilung und zu den geeigneten Schutzmaßnahmen für Tätigkeiten mit Arzneimitteln ohne und mit CMR-Eigenschaften sowie Tätigkeiten mit Inhalationsanästhetika, mit Desinfektionsmitteln und mit sonstigen Gefahrstoffen. Im Hinblick auf den Umgang mit Arzneimitteln geht die Regel auch auf wichtige Informationsquellen ein, da Medikamente nicht den Regelungen zur Einstufung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen unterliegen.

Die TRGS 525 gilt nun in allen ambulanten und stationären Einrichtungen der Human- und der Veterinärmedizin. Neben Praxen und Krankenhäusern gehören dazu auch Apotheken, Pflegeeinrichtungen und -dienste, Rettungs- und Krankentransportdienste, medizinische Untersuchungseinrichtungen für Körpergewebe und -flüssigkeiten sowie alternativmedizinische Einrichtungen.


Mit der TRGS auf der rechtlich sicheren Seite

Bei Anwendung der TRGS 525 können Verantwortliche davon ausgehen, dass sie die Anforderungen der Gefahrstoffverordnung in den entsprechenden Punkten erfüllen. Wenn ein Arbeitgeber andere Schutzmaßnahmen als die in der TRGS beschriebenen wählt, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für seine Beschäftigten gewährleisten. Die Gleichwertigkeit dieser alternativen Lösungen ist in der Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung zu begründen.