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Atemschutzgeräteträger mit Sehhilfen

Maskenbrillen machen's möglich

Auch Feuerwehrangehörige mit Sehschwäche, die eine Sehhilfe benötigen, können als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden, das berichtet die Feuerwehr-Unfallkasse für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (HFUK Nord) auf ihrer Webseite. Die Sehhilfen lassen sich allerdings nicht uneingeschränkt mit dem Tragen von Atemschutzmasken vereinbaren – eine Maskenbrille kann das Problem lösen.

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) muss an die Bedürfnisse des jeweiligen Trägers angepasst sein und damit auch körperliche Beeinträchtigungen beachten. So ist es erforderlich, dass für Träger von PSA, also auch für Feuerwehrangehörige, zum Beispiel spezielle Schuhe oder individuelle Handschuhe angefertigt und beschafft werden. Bei Feuerwehrangehörigen, die eine Brille benötigen und trotzdem als Atemschutzgeräteträger in Einsätze gehen sollen, ist eine Maskenbrille notwendig. Verantwortlich für die Ausstattung der Feuerwehr, und damit auch für die Bereitstellung der PSA, ist der Arbeitgeber/Unternehmer, bzw. die Gemeinde.

Eine solche Maskenbrille wird in die Atemschutzmaske eingesetzt und muss natürlich von der Sehstärke auf den einzelnen Atemschutzgeräteträger angepasst sein. Die Maskenbrille ist auf einem Halter befestigt, der hinter die Sichtscheibe der Atemschutzmaske geklemmt wird, wie die HFUK Nord erklärt. Durch das Einklemmen wird die Dichtlinie der Atemschutzmaske nicht beeinträchtigt - Undichtigkeiten werden vermieden. Auch wenn Einsatzkräfte kein Recht auf eine persönliche Maskenbrille haben, erklärt die HFUK Nord: "Es besteht zwar keine Forderung, jedem Atemschutzgeräteträger mit Maskenbrille eine persönliche Maske zu stellen, es ist im Einsatz jedoch aus Zeitgründen vorteilhaft, eine persönliche Maske mit vorbereiteter Maskenbrille zu haben. Dies vermeidet Hektik auf der Einsatzfahrt."

Die eigene Brille einfach unter der Maske zu tragen, ist verboten, schließlich könnte sie den Dichtsitz der Maske stören. Wie bei anderer PSA auch müssen die Vorgaben der Maskenhersteller genauestens eingehalten werden.


Kontaktlinsen und Laserbehandlungen

Wenn statt einer Brille Kontaktlinsen getragen werden, gibt die HFUK Nord Folgendes zu bedenken: Wenn eine Kontaktlinse im Einsatz verrutscht, kann der Atemschutzgeräteträger dies nicht eben schnell beheben. Müssen Kontaktlinsen erst eingesetzt werden, zum Beispiel bei einem Einsatz in der Nacht, geht wertvolle Zeit verloren.

Laserbehandlungen für gute Sehkraft sind heute keine Seltenheit. Hier muss jedoch ein Arzt nach dem Eingriff entscheiden, ob die Sehkraft so verbessert wurde, dass eine Einsatzkraft vollständig auf eine Maskenbrille verzichten kann.

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