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BetrSichV bringt neue Pflichten rund ums Prüfen

Am 01. Juni 2015 ist Stichtag!

Am 1. Juni 2015 tritt die Neufassung der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in Kraft. Das heißt: Den Unternehmen bleibt nur noch wenig Zeit, ihren Betrieb im Hinblick auf die neuen Rechte und Pflichten umzustellen. Darauf und dass die Änderungen unterschiedlichste Bereiche betreffen, weist die DEKRA hin.


Neue BetrSichV - die wichtigsten Änderungen

So ist zukünftig zum Beispiel der Arbeitgeber unmittelbar verantwortlich für die Betriebssicherheit von Arbeitsmitteln, Aufzügen, Druckanlagen und die Einhaltung der Prüfpflichten. Der Betreiber ist nicht mehr Adressat der neuen Verordnung. Die DEKRA empfiehlt deshalb, dass sich Arbeitgeber von Sachverständigen unterstützen lassen, vor allem bei der notwendigen Gefährdungsbeurteilung der Anlagen und der Ermittlung der Prüffristen. Außerdem berücksichtigt die Verordnung nun speziell Bereiche, die sich als besonders unfallträchtig erwiesen haben, wie etwa Instandhaltungsarbeiten oder Störungen.


Strenge Pflichten bei Aufzügen

Bei Aufzügen werden die Anforderungen an die Instandhaltung und die Prüfung erhöht. Institutionen hatten immer wieder auf eine hohe Mängelquote bei der wiederkehrenden Prüfung berichtet. In Aufzugkabinen müssen zudem ab dem 01. Juni 2015 der Monat und das Jahr der nächsten Prüfung gekennzeichnet sein, zum Beispiel durch eine Prüfplakette. Welches die wichtigsten Änderungen für Aufzugsanlagen im Rahmen der BetrSichV sind, lesen Sie hier.

Betreiber müssen ihr Augenmerk auch auf das Thema Gefahrstoffe legen: Die Anforderungen zum Brand- und Explosionsschutz finden sich künftig ausschließlich in der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Die Prüfpflichten von Anlagen mit Explosionsgefährdung sind nach wie vor in der BetrSichV geregelt.

Die DEKRA erklärt, dass die Novellierung die deutsche Verordnung an europäische Vorschriften angleicht. Für alle betroffenen Arbeitgeber bedeutet dies eine Neuorganisation der Dokumentation, bei der aber eine Erleichterung in Sicht ist: Die Dokumente dürfen in Zukunft auch elektronisch archiviert werden und müssen nicht mehr in Papierform vorliegen.

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