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Bewegte Büroarbeit ist gesund!

IFA-Studie zu dynamischen Büroarbeitsplätzen

Bewegung während der Büroarbeit? Mit „dynamischen Arbeitsstationen“, die Schreibtischarbeit mit Gehen oder Radfahren verbinden, geht das. Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) hat jetzt herausgefunden: Dynamische Arbeitsstationen bringen tatsächlich ein Plus für die Gesundheit – ohne dass die Arbeitsleistung wesentlich leidet. Die Untersuchungs-Ergebnisse sind im IFA-Report 4/2014 zu finden.


Sitzen macht krank

Die meisten der etwa 18 Millionen Büro- und Bildschirmarbeiter sitzen oft stundenlang unbeweglich am Schreibtisch. Bewegungsmangel und Unterforderung der Muskulatur sind hier Büroalltag. Langfristig kann das zu chronischen Schäden, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-II-Diabetes und Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE), führen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Bewegungsmangel sogar der vierthäufigste Risikofaktor für frühzeitigen Tod.

Sport in der Freizeit kann einen so extremen Bewegungsmangel nicht ausgleichen – und viele Beschäftigte schaffen es sowieso nicht, sich dazu aufzuraffen. Für die Gesunderhaltung der sitzenden Beschäftigten könnten aber oben genannte dynamische Arbeitsstationen eine Lösung sein: Sie ersetzen oder ergänzen den Bürostuhl durch Bewegungselemente wie Laufbänder, Fahrradergometer oder Stepper. Erste Produkte sind in den USA bereits erhältlich. Doch was bringen diese? Und lenkt die Bewegung bei der Arbeit nicht viel zu sehr ab?


Dynamische Arbeitsplätze als Zukunftsmodell?

Das IFA hat mit dem niederländischen Institut TNO zwei dynamische Arbeitsplatzvarianten mit einem klassischen Sitz- und einem konventionellen Steharbeitsplatz verglichen. "Körperliche Aktivität, Herzfrequenz und Energieumsatz sind an den neuen dynamischen Arbeitsstationen deutlich erhöht", sagt Professor Rolf Ellegast, stellvertretender IFA-Leiter. "Je nach Art und Intensität der Bewegung erhöht sich der Energieumsatz um bis zu 100 Prozent. Damit holen Sie sich Ihren Abendspaziergang quasi an den Schreibtisch." Das Arbeitsergebnis bleibe von den aktivierenden Maßnahmen dagegen weitestgehend unberührt. Die Versuchspersonen äußerten trotzdem Vorbehalte gegenüber einem solchen Arbeitsplatz: Unergonomische Gestaltung und Ablenkung sind hierfür wesentliche Gründe.

Ellegast: "Auch wenn die dynamischen Arbeitsstationen noch verbessert werden müssen, können wir schon heute sagen: Solche Arbeitsplätze können prinzipiell einen Beitrag zur Gesundheitsförderung der Beschäftigten leisten."

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