Nachricht

Berufspendeln wird immer teurer

29 % der Deutschen geben über 5 % ihres Nettoeinkommens für den Weg zur Arbeit aus!

Pendeln kann krank machen - der lange Weg zur Arbeit macht viele Pendler psychisch und physisch mürbe. Doch damit nicht genug: Pendeln wird auch immer teurer. Die Kosten für Pendler haben sich in den vergangenen fünf Jahren weltweit fast verfünffacht. Das hat zumindest eine Studie von Regus, einem globalen Anbieter von Bürolösungen, ergeben. Befragt wurden über 40.000 Berufstätige aus 100 Ländern. Durchschnittlich geben Mitarbeiter weltweit 5 % ihres Nettoeinkommens für das Pendeln aus. Fast ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer wendet für die Anreise zum Arbeitsplatz sogar mehr als 5 % auf!

Ein enormer Anstieg, wenn man bedenkt, dass Arbeitnehmer noch in 2010 „nur“ 3 % ihres Nettoeinkommens für das Pendeln mit Bus, Bahn oder Auto einplanen mussten. Mit durchschnittlich 6 % ist Berufspendeln in Südafrika, Brasilien, Frankreich, Indien und Mexiko besonders kostspielig. 14 % geben dort sogar an, dass sie 10 % oder mehr für den Weg zur Arbeit zahlen.

Weitere Studienergebnisse:

  • 28 % der Deutschen kommen vergleichsweise günstig ins Büro: Sie zahlen zwischen 2 bis 5 % ihres Nettoeinkommens für den Weg zur Arbeit (weltweit 25 %).
  • 29 % der deutschen Arbeitnehmer geben über 5 % ihres Nettoeinkommens für das Pendeln aus. Damit liegen sie etwas unter dem weltweiten Durchschnitt, bei dem 34 % derart hohe Kosten tragen müssen.
  • Schweizer und Österreicher sind ähnlich stark von Pendelkosten betroffen: 34 % der Österreicher und 25 % der Schweizer zahlen zwischen 2 und 5 % ihres Nettoeinkommens für den Weg zum Arbeitsplatz. 34 % in der Schweiz und 23 % der österreichischen Berufstätigen berappen sogar über 5 %.

Regus empfiehlt Unternehmen dringend, sich mit dem Thema zu befassen und Lösungen zu entwickeln, wenn sie qualifizierte Fachkräfte an sich binden wollen. „Die täglichen Ausgaben steigen – daran haben die Kosten für den Weg zur Arbeit einen nicht unerheblichen Anteil“, sagt Michael Barth, Deutschlandgeschäftsführer bei Regus. „Teure Anfahrtswege könnten talentierte Fachkräfte abschrecken, wenn es um die Wahl des Arbeitgebers geht. Flexible Arbeitsplatzkonzepte sind ein möglicher Lösungsansatz: Wenn Firmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, näher am Wohnort zu arbeiten, entlasten sie diese maßgeblich – sowohl vom Zeitaufwand her als auch finanziell.“

Durch die Nutzung unserer Website akzeptieren Sie das Setzen von Cookies in Ihrem Browser.    weitere Infos OK