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BGHM-Studie: Otoplastiken bringen's einfach!

Studie zur Gehörentwicklung von lärmexponierten Beschäftigten

4 bis 5 Millionen Menschen in Deutschland sind am Arbeitsplatz täglich Lärm ausgesetzt. Neben der Tatsache, dass Lärm im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nerven geht, sind die Gesundheitsschäden, die bei bestimmten Lärmpegeln entstehen, irreversibel. Gehörschutz ist an lärmbelasteten Arbeitsplätzen also angesagt! Otoplastiken sind hier der wirksamste Schutz - das hat eine Langzeitstudie (2002-2014) von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) ergeben. Daran nahmen 103 Versicherte aus vier Mitgliedsunternehmen der Branchen Blechverarbeitung, Behälterbau und Metallbe- und -verarbeitung teil.

Übrigens: Heute, am 29. April, ist "Tag gegen Lärm"!


Mit Otoplastiken Hörverlust messbar senken

Das Gehör ist der aktivste Sinn des Menschen. Die Augen kann er schließen, doch das Gehör ist immer "im Dienst". Gehörschutz sollte deswegen sicher und effektiv sein. Die Studie zeigte zunächst, dass die Hörverlustsummen der Teilnehmenden trotz der Benutzung von Gehörschutz mit zunehmendem Alter anstiegen und sich den altersentsprechenden Grenzwerten der Gehörvorsorge-Untersuchungen näherten. Heißt: Das Gehör wird in der Regel im Alter schlechter. Bei Nutzung von Gehörschutz-Watte, -Stöpseln oder auch -Kapseln nahm der durchschnittliche Hörverlust allerdings um etwa 7 dB pro Jahr zu. Nachdem die Studien-Teilnehmer mit Gehörschutz-Otoplastiken ausgestattet worden waren, sank dieser Wert auf etwa 2 dB pro Jahr. Bei der konsequenten Nutzung von funktionsgeprüften Otoplastiken konnte in den folgenden sechs Jahren kein weiterer Hörverlust beobachtet werden.

Auch die Teilnehmenden selbst bewerteten die Otoplastiken positiv: 78 Prozent der Versicherten kamen mit ihrer Gehörschutz-Otoplastik im Vergleich zu herkömmlichen Gehörschützern besser oder gleich gut zurecht, was natürlich die Trageakzeptanz steigert. Dementsprechend lag die Tragequote in den ersten fünf Studienjahren bei 85 Prozent und sank bis zum zwölften Studienjahr nur geringfügig auf 79 Prozent. Hauptgrund für den Rückgang der Tragequote war der Hygieneaufwand und das häufige Verstopfen der Filterelemente, wodurch die Schalldämmung der Otoplastiken ansteigt, was wiederum die Wahrnehmung von Warnsignalen und Maschinengeräuschen sowie die Kommunikation erschwert.


Fazit: Otoplastiken sind der bessere Gehörschutz

Die Studie ziegt, dass Otoplastiken das Gehör grundsätzlich besser schützen als andere Gehörschützer. Wegen des höheren Tragekomforts von Otoplastiken werden diese bei Lärm am Arbeitsplatz häufiger und länger getragen als andere Gehörschützer. Funktionsfähigkeit und Sitz der Otoplastiken sollten allerdings regelmäßig überprüft werden. Die BGHM betont außerdem, wie wichtig die Sensibilisierung der Beschäftigten für das Thema "Lärm" ist. Sie sollten wissen, dass sie mit individuell angefertigten Otoplastiken aktiv einem Hörverlust entgegenwirken können.

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