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Schöner arbeiten im Büro - so geht's!

Tipps für mehr Wohlbefinden am Büroarbeitsplatz

Ein Arbeitstag dauert in der Regel acht Stunden – das ist viel Zeit, die man nicht zu Hause, sondern im Büro verbringt. Während man im eigenen Heim darauf achtet, dass man sich wohl fühlt, kommt das im Arbeitsumfeld oft viel zu kurz. Dabei ist gerade eine gute Atmosphäre im Büro wichtig für das eigene Wohlbefinden und damit für die Gesundheitsförderung. Carolin Brenner, Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bei der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK, gibt Tipps, wie Abwechslung und Bewegung am eigenen Arbeitsplatz leicht umgesetzt werden können.

Denn wer denkt, Büroarbeit sei eine belastungsarme Tätigkeit, der irrt. Hohe Krankheitszahlen belegen das Gegenteil: Knapp ein Viertel (24,7 %) aller Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) der Versicherten gehen auf das Konto von Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE), wie der BKK-Gesundheitsreport 2014 ergab. Kopf- und Rückenschmerzen sowie Augenbeschwerden oder Handgelenksentzündungen sind nur einige Anzeichen, die auf ein nicht optimales Arbeitsumfeld hinweisen. „Einzelne Maßnahmen wie zum Beispiel ein ergonomischer Stuhl oder höhenverstellbare Tische sind zwar gut, greifen aber meist zu kurz“, erklärt die SBK-Expertin Brenner. „Notwendig ist eine ganzheitliche Gestaltung der Arbeit, die sämtliche Aspekte des Arbeitsumfeldes berücksichtigt – dazu gehören nicht nur Arbeitsmittel und -inhalte, sondern auch eine positive Umgebung und eine sinnvolle Arbeitsorganisation.“


Gegen Monotonie - für mehr Gesundheit!

Je monotoner die Arbeit, desto geringer die Motivation. Das bringt wiederum weniger Leistungsbereitschaft und schlechtere Ergebnisse mit sich – damit steigen aber zugleich Unzufriedenheit und Unwohlsein. Ein Teufelskreis. „Ausschließliche Computerarbeit führt zu Eintönigkeit – körperlich wie geistig“, warnt Brenner und ergänzt: „Wechseln Sie ab – mal aufstehen und beim Telefonieren ein paar Schritte gehen. Arbeitsbesprechungen mit Kollegen, Gruppenarbeit, Telefonieren oder auch gewöhnliche Ablagetätigkeiten sollten – ebenso wie regelmäßige Pausen – mit der Bildschirmarbeit abgewechselt werden. So werden verschiedene Bereiche im Gehirn angesprochen und Langeweile kann gar nicht erst aufkommen.“


Stehen Sie auf und bewegen Sie sich!

Das viele Sitzen im Büro führt oft zu Verspannungen oder Rücken- und Nackenbeschwerden. Viele wissen nicht, dass schon wenige Haltungswechsel am Tag die Gesundheit nachhaltig verbessern. Haltungswechsel regen den Kreislauf an und beugen Verspannungen vor. Wer viel am PC arbeitet, für den ist ein höhenverstellbarer Steh-Sitzarbeitstisch und damit die Möglichkeit, ab und zu im Stehen zu arbeiten, ideal. Die Expertin hat auch einen ungewöhnlichen Tipp parat: „Alle häufig gebrauchten Gegenstände sollten aus dem direkten Greifraum verbannt werden. So ist man gezwungen, immer wieder aufzustehen und sich ganz automatisch zu bewegen.“


In der Ruhe liegt die Kraft

Gerade in Großraumbüros sind Stimmengewirr, Hektik oder Trubel alltäglich. Deswegen sollten vermeidbare Nebengeräusche aus der direkten Arbeitsumgebung entfernt werden, um konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen. Laute Geräte wie Drucker oder Kopierer können in einem abgetrennten Bereich untergebracht oder unter Schallschutzhauben verborgen werden. Schallabsorbierende Decken und Böden ermöglichen ein leiseres Fortbewegen. „Gut ist es auch, täglich genutzte Bürogeräte wie Computer auf ihr Alter und ihre Leistungsfähigkeit zu überprüfen“, rät die SBK-Fachfrau. „Veraltete oder überlastete PCs neigen dazu, ein nerviges ‚Brummen‘ von sich zu geben. Mit moderner Technik kann daher nicht nur effektiver, sondern zugleich stressfreier gearbeitet werden.“


Gutes Raumklima - so einfach stellen Sie es her!

Zuhause lüften wir regelmäßig – warum nicht auch am Arbeitsplatz? Frische Luft beugt Konzentrationsstörungen vor und verhindert Müdigkeitsanfälle. Wenn das Gehirn mit neuem Sauerstoff versorgt wird, ist der Kopf auch wieder leistungs- und aufnahmefähiger. „Wer sein Raumklima optimieren möchte, kann zudem die ein oder andere Pflanze aufstellen“, erklärt Brenner und ergänzt, dass die „grünen Kollegen“ nicht nur die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Sie beugen beispielsweise auch einem trockenen Hals vor und fördern die seelische Ausgeglichenheit, was wiederum zu einem entspannten Miteinander unter Kollegen führt.

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