Nachricht

Urteil: Einseitige Kniegelenksarthrose kann BK sein

20.000 Stunden Arbeit in der Fechterstellung verursachten Gonarthrose

Eine einseitige Kniegelenksarthrose kann eine Berufskrankheit Nr. 2112 "Gonarthrose durch eine Tätigkeit im Knien oder vergleichbare Kniebelastung mit einer kumulativen Einwirkungsdauer während des Arbeitslebens von mindestens 13.000 Stunden und einer Mindesteinwirkungsdauer von insgesamt einer Stunde pro Schicht" nach der Berufskrankheitenverordnung (BKV) sein. Das hat das Sozialgericht Dortmund jetzt entschieden. Geklagt hatte ein Gas- und Wasserinstallateur gegen die Berufsgenossenschaft, die ihm eine Verletztenrente verweigert hatte.

Der Mann hatte von 1962 bis 2003 ca. 20.000 Stunden in der sogenannten "Fechterstellung" gearbeitet - auf dem rechten Knie kniend, das linke Bein im 90-Grad-Winkel aufgestellt. Diese einseitige Belastung sah das Gericht als ursächlich für die Kniegelenksarthrose im rechten Knie an. Die Einseitigkeit war es unter anderem, die die Berufsgenossenschaft am Vorliegen einer BK hatte zweifeln lassen. Auch die O-Bein-Stellung und das Übergewicht des Klägers konnte das Gericht nicht, wie von der BG angemerkt, als Ursache für die einseitige Kniegelenksarthrose ausmachen. Dem Kläger steht eine Verletztenrente zu.

Auch diese Nachrichten könnten Sie interessieren: