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ASR A1.7: Müssen ältere Tore ausgetauscht werden?

HFUK Nord klärt über häufige Beanstandung von Toren auf

Mindestens ein Mal im Jahr müssen die Tore von Feuerwehrhäusern überprüft werden. So weit – so bekannt. Warum es seit Einführung der Technischen Regel für Arbeitsstätten „ASR A1.7 – Türen und Tore“ aber immer öfter Beanstandungen gibt, woraufhin Tore instandgesetzt, nachgerüstet oder sogar ausgetauscht werden müssen, erklärt die Feuerwehr-Unfallkasse für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (HFUK Nord).

Viele Gemeinden wundern sich über ein solches Prüfergebnis –schließlich war das Tor doch immer okay …? Besonders ein neues Tor reißt ein Loch in die Gemeindekasse. Ursache für die plötzlichen Beanstandungen ist oft die Umsetzung der neuen Anforderung der ASR A1.7, denn in dieser sind teilweise andere Prüfkriterien formuliert als in den bisher gültigen Vorschriften, berichtet die HFUK Nord. Bei der Überprüfung kraftbetätigter Türen und Tore müsse nun eine Messung der Schließkräfte erfolgen. Bei vertikal bewegten Toren liegt der einzuhaltende Grenzwert zum Beispiel bei 400 N. Es sind aber nicht die Grenzwerte für die Schließkräfte, die neu sind. Diese sind schon seit 2001 in der DIN EN 12453 festgeschrieben. Neu ist, dass die Messung der Schließkräfte bisher nicht vorgeschrieben war, es jetzt nach der ASR A1.7 aber schon ist. Zu hohe Schließkraftmängel müssen behoben werden, da zu hohe Schließkräfte ein Sicherheitsrisiko für Personen sind.

Auch Tore ohne fachgerechte Verkleidung der Antriebsseile dürfen nicht mehr eingebaut werden, im Bestand gibt es solche Konstruktionen aber noch. Der Bestandsschutz für derartige Tore ist mit der ASR A1.7 aber weggefallen … Solche Tore müssen umgerüstet oder, wenn es kein entsprechendes Nachrüstset vom Hersteller gibt, ausgetauscht werden.


Austausch - wie schnell muss er erfolgen?

Die HFUK Nord weist darauf hin, dass Tore ausgetauscht werden müssen, wenn Mängel nicht durch Instandsetzung oder Nachrüstung behoben werden können. Bei der Antwort auf die Frage, wie schnell das geschehen muss, ist die Höhe des Risikos entscheidend. Bei Gefahr für Leib und Leben muss direkt Abhilfe geschaffen werden. Wenn kein umgehender Austausch möglich ist, muss das Tor sofort stillgelegt werden. Handelt es sich um Mängel, die aus der Anpassung der bei einer Prüfung gestellten Anforderungen resultieren, ist es laut HFUK Nord in der Regel kein Problem, die Instandsetzung in den nächsten Haushalt zu schieben.

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