Nachricht

Einzelhandel und Dienstleistung: In der nasskalten Jahreszeit vor Rutschgefahren warnen

Sorgfaltspflicht erfüllen - Begehbarkeitskontrollen durchführen

Rutschgefahr in Geschäften: Sorgfaltspflicht erfüllen!, Bild 1 (Quelle: © panthermedia.net/U Pixel)

Gerade wenn Kunden ihre letzten Weihnachtseinkäufe erledigen, kann Hektik aufkommen - und die führt schnell zu Unfällen. In Kombination mit Regen, Schnee und Laub steigt die Sturzgefahr vor und in Geschäften und Verkaufsständen. Der TÜV Thüringen empfiehlt Marktbetreibern für ausreichende Rutschhemmung der Bodenbeläge zu sorgen und die Begehbarkeit der Außen- und Innenbereiche regelmäßig zu kontrollieren. Gefahrenstellen müssen notfalls markiert werden.


Übrigens: Hier finden Sie einen Download mit 11 Tipps, wie Sie Unfälle durch Stürzen, Rutschen, Stolpern vermeiden!


Jedes Jahr ereignen sich unzählige Sturz-, Rutsch- und Stolperunfälle, sogenannte SRS-Unfälle. Gerade in der feuchtkalten Jahreszeit können Bodenbeläge durch nasses Laub, feuchten Schmutz oder Schneematsch zu einer gefährlichen Rutschfläche werden. Wenn Betreiber ihre Sorgfaltspflicht verletzen, können auf sie Schadensersatz- und Schmerzensgeldklagen von gestürzten Passanten zukommen.

Arbeitsschutzexperte Ken Hauser vom TÜV Thüringen rät Marktbetreibern zur Einhaltung der regelmäßigen Begehbarkeitskontrollen. „Größere Verbrauchermärkte und Kaufhäuser müssen stets darauf achten und Sorge tragen, dass Kunden nicht ausrutschen. Vor allem größere Einkaufszentren mit starkem Publikumsverkehr haben hier eine besondere Sorgfaltspflicht gegenüber ihren Kunden. Im Herbst und Winter ist es besonders wichtig, die Eingangsbereiche regelmäßig zu säubern. Durch eingebrachte Verunreinigungen und Nässe besteht besonders in Gebäudezugängen erhöhte Sturzgefahr. Dagegen helfen sogenannte Sauberlaufzonen. Diese müssen gegen Verrutschen gesichert sein und dürfen keine Stolperstellen bilden“, erläutert der Arbeitsschutzexperte.

Frisch gewischte Bodenbeläge erhöhen zwar die Gefahr auszurutschen, eine generelle Kennzeichnungspflicht gibt es allerdings nicht. Sicherheitskennzeichnung und Warnschilder sind nur dann nötig, wenn die Gefahrenstelle ohne einen solchen Hinweis nicht zu erkennen ist. Dennoch rät Hauser Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit sehr hoher Kundenfrequentierung in der nasskalten Jahreszeit zu einer umfassenden Warnung der Kunden vor Rutschgefahr. Dadurch kann im Falle eines Falles ein Mitverschulden ausgeschlossen werden.

Rutschgefahr in Geschäften: Sorgfaltspflicht erfüllen!, Bild 1 (Quelle: © panthermedia.net/U Pixel)
Durch die Nutzung unserer Website akzeptieren Sie das Setzen von Cookies in Ihrem Browser.    weitere Infos OK