Nachricht

Verkehrssicherheit auf dem Betriebsgelände

Schlecht-Wetter-Tipps

Armbruch, Beinbruch oder gerissene Bänder: Fast 30 % aller Unfälle in Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) Stürze, die nicht selten solche Verletzungen mit sich bringen. Wenn Beschäftigte einen Sturzunfall erleiden, fallen sie möglicherweise längere Zeit aus. Nasses Laub, rutschige Wege und erster Frost erhöhen die Rutschgefahr im Herbst und Winter. Dunkelheit, oft auch Nebel und Regen sorgen für schlechte Sicht. Werner Lüth, Arbeitssicherheits-Experte von TÜV Rheinland: „Im Herbst kommt der Verkehrssicherheit auf dem Betriebsgelände eine große Bedeutung zu. Sie muss bereits vor Arbeitsbeginn gewährleistet sein.“ Verkehrswege seien von Hindernissen frei zu halten, Fahrzeug- und Fußgängerverkehr strikt zu trennen sowie Verkehrswege ausreichend zu markieren und zu beleuchten. Zufahrtswege und Parkplätze sollten auf Gefahrenstellen untersucht werden.


Typische Stolperfallen

„Typische Stolper- oder Sturzstellen sind Treppen, Bordsteinkanten sowie unter Laub verborgene Äste oder Steine“, erklärt Lüth. Im Eingangsbereich von Gebäuden sei bei nassem Untergrund Vorsicht geboten. Lüth empfiehlt: Auf Treppen immer den Handlauf benutzen und Schuhsohlen auf Fußmatten reinigen. Ein weiterer Tipp: Festes Schuhwerk mit griffigem Sohlenprofil sorgt für besseren Halt als „Treter“ mit abgenutzten Sohlen. Wenn Sie kurze Schritte machen und in gemäßigtem Tempo gehen, wird ein Sturzunfall unwahrscheinlicher. Die Hände sollten frei sein, um die Balance zu verbessern.


Hans-guck-aufs-Smartphone

Wichtig auch: Wer auf sein Handy schaut, sollte stehen bleiben. Auch beim Telefonieren ist es besser, anzuhalten, denn auch Gespräche lenken vom Weg ab. Dabei sollte auf einen sicheren Standort abseits von Verkehrswegen geachtet werden. Auch die allgemeine körperliche Fitness spielt eine Rolle. „Wer sich fit hält, bleibt im Gleichgewicht“, so Werner Lüth.

Stürzt trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Beschäftigter auf dem Betriebsgelände, gilt dies als Arbeitsunfall. Die notwendigen Heilbehandlungskosten übernimmt der zuständige Unfallversicherungsträger, zum Beispiel die Berufsgenossenschaft.


Auch diese Nachrichten könnten Sie interessieren:

Durch die Nutzung unserer Website akzeptieren Sie das Setzen von Cookies in Ihrem Browser.    weitere Infos OK