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Schwere Nutzfahrzeuge: Seit 01. November FAS-Pflicht

Notbrems- und Spurassistent jetzt EU-weit vorgeschrieben

Seit 1. November 2015 müssen schwere Nutzfahrzeuge EU-weit mit Notbrems- und Spurassistenten ausgestattet sein. Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) sieht mit dieser Pflicht einen Schritt hin zu mehr Verkehrssicherheit getan.


FAS senken Unfallwahrscheinlichkeit um ein Drittel

Ein Feldversuch zeigte schon 2008 deutliche Ergebnisse: Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen (FAS) haben eine um ein Drittel niedrigere Unfallwahrscheinlichkeit als Fahrzeuge ohne FAS. Damals lief die Kampagne "SICHER. FÜR DICH. FÜR MICH.". Mitgliedsbetriebe der BG Verkehr konnten finanzielle Unterstützung bekommen, wenn sie ihre Fahrzeuge mit den Systemen Spurassistent, Abstandsregeltempomat und ESP ausstatteten und am Feldversuch teilnahmen. Die Ausstattung mit ESP ist bereits seit 01.11.2014 vorgeschrieben, nun sind also auch Notbrems- und Spurassistent Pflicht.


Verkehrsunfälle größte Gruppe der tödlichen Unfälle bei der BG Verkehr

Die Verantwortlichen bei der BG Verkehr erwarten davon einen weiteren Schub hin zu mehr Verkehrssicherheit. "Einen Schub, den wir gut gebrauchen können, denn Verkehrsunfälle bilden noch immer die größte Gruppe der tödlichen Unfälle bei der BG Verkehr" so Dr. Jörg Hedtmann, Leiter des Geschäftsbereichs Prävention bei der Berufsgenossenschaft. "Wir werden nicht nachlassen, auch die Zahl dieser Unfälle deutlich zu senken. Die Ausstattung mit Fahrerassistenzsystemen ist dazu ein wichtiger Schritt", so der Präventionsleiter.


BG Verkehr fordert noch mehr FAS

In diesem Zusammenhang wiederholte Hedtmann seine Forderung nach einem "Wiedereinschaltassistenten", der Assistenzsysteme, die aufgrund bestimmter Verkehrssituationen vom Fahrer abgeschaltet wurden, nach einiger Zeit wieder einschaltet.

Aktuell arbeitet die BG Verkehr daran, die Situation bei den Abbiegeunfällen zu verbessern, und sie dazu eine Untersuchung zur Evaluation von Kamera-Monitor-Systemen (KMS) in Auftrag gegeben, die derzeit ausgewertet wird. "Auch damit erwarten wir neben der Einführung eines Abbiegeassistenten einen weiteren wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit", betont Hedtmann.

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