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Gabelstaplerfahrer: DGUV-Zertifizierung für Ausbilder ab 2016

Qualität der Ausbildung sichern

Das Ausbildungsniveau von Gabelstaplerfahrern ist sehr unterschiedlich. Mittlerweile werden Fahrer in  Plattformen im Internet sogar online geschult, wobei die Prüfungsfahrt gleichzeitig die praktische Ausbildung ist. Bei einer solch komprimierten Ausbildung bleiben viele wichtige Lerninhalte auf der Strecke. ... Qualität und Nachhaltigkeit? Fehlanzeige. Um die Qualität der Ausbildung zu sichern und um Unternehmen einen Anhaltspunkt zu geben, ob ein Gabelstaplerfahrer gut geschult ist, können sich Ausbilder bei der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) ab 2016 unter dem Label DGUV Test zertifizieren lassen. Das Gefährdungspotenzial im innerbetrieblichen Verkehr ist schließlich groß – die Zertifizierung soll ein verlässliches Qualitätsmerkmal sein.

Offiziell bieten die meisten Ausbilder Schulungen nach dem BG-Grundsatz 925 "Ausbildung und Beauftragung der Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrersitz und Fahrerstand“ an. Dort wird beispielsweise empfohlen: "Die Ausbildung in der Stufe 1 'Allgemeine Ausbildung' sollte sich über drei bis fünf Tage beziehungsweise 20 bis 32 Lehreinheiten (LE) erstrecken." Der BG-Grundsatz ist aber nur eine Empfehlung, an der sich Ausbilder orientieren können, nicht müssen.

Ulrich Süßner, Referatsleiter im Fachbereich Handel und Logistik, erläutert: "Um die Anforderungen des BGG 925 einzuhalten, brauche man für eine vernünftige Ausbildung mindestens 20 Lehreinheiten inklusive dem Zeitbedarf für die theoretische und praktische Prüfung. Das heißt, unter zwei Tagen geht nichts."

Ein DGUV-Zertifikat erhalten nur Ausbilder, die

  • ihre eigene Qualifizierung nachweisen können und
  • regelmäßig nachweisen, dass sie als Mindeststandard entsprechend dem Ausbildungsgrundsatz BGG 925 ausbilden.

Die Zertifizierung wird unter dem Dach von DGUV Test, der Prüf- und Zertifizierungsstelle der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), stattfinden.

Die Zertifizierung ist offen für jeden Ausbilder, unabhängig von der BG-Zugehörigkeit, und die Teilnahme ist freiwillig. Im 1. Quartal 2016 soll sie an den Start gehen.

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