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Arbeitsschutz bei Tätigkeiten in Kühlhäusern

BGN informiert über Schutzmaßnahmen

Wer in der Kälte arbeitet, kennt das: Die Finger werden taub, man hat kein Gefühl mehr darin, die Arbeit wird schwieriger und man wird langsamer. Kälte kann außerdem zu Erfrierungen führen, in schlimmen Fällen sogar zu einem lebensbedrohlichen Abfallen der Körpertemperatur. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) weist deswegen auf Schutzmaßnahmen für die Arbeit in Kühlhäusern hin. Diese gelten stellenweise natürlich auch für Beschäftigte in der Landwirtschaft, in der Bauwirtschaft und in anderen kältegefährdeten Bereichen.

Folgende Maßnahmen können vor Unterkühlung und anderen Gesundheitsgefahren schützen:

  • Fahrzeuge (zum Beispiel Gabelstapler) mit beheizten Fahrerkabinen
  • in Innenräumen Senkung der Luftgeschwindigkeit durch Luftführungssysteme
  • Kälteschutzkleidung bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius - diese muss je nach Arbeitsumgebung, nach auftretenden Temperaturen, nach Verweilzeiten in der Kälte oder nach Beschäftigungs art ausgewählt werden
  • vorgeschriebene Aufwärmzeiten nach DGUV-Regel 100-500 (ehem. BGR 500) "Betreiben von Kälteanlagen, Wärmepumpen und Kühleinrichtungen" einhalten: Unter -25 Grad Celsius dürfen sich Kühlhausmitarbeiter zum Beispiel nicht länger als zwei Stunden ununterbrochen im Kühlhaus aufhalten - dann ist eine Aufwärmzeit von 15 Minuten vorgeschrieben
  • Starke Temperaturunterschiede vermeiden, beispielsweise durch Einhausung von Laderampen und durch Warenschleusen oder zweiteilige Kälteschutzanzüge
  • Pflichtvorsorge nach der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) AMR 2.1 bei Tätigkeiten in Räumen mit weniger als -25 Grad Celsius Raumtemperatur

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