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Asbest-Sachkunde: 'Altbescheinigung' nur noch bis 30. Juni 2016 gültig

Fortbildungspflicht nach GefStoffV greift

Abbrucharbeiten, Sanierung und Instandhaltung, bei denen Beschäftigte mit asbesthaltigen Materialien in Kontakt kommen, sind gesundheitsgefährdend und dürfen nur von Sachkundigen durchgeführt werden. Doch Achtung: Sachkundenachweise, die vor dem 01. Juli 2010 erworben wurden, sind ab 01. Juli 2016 ungültig! Wer seine "alte" Asbest-Sachkunde nicht verfallen lassen möchte, muss bis 30. Juni 2016 eine Fortbildung nachweisen. Versäumt er dies, muss er erneut einen Grundlehrgang absolvieren.

Basis dafür ist die Fortbildungspflicht für die Sachkunde nach TRGS 519 (Technische Regel für Gefahrstoffe) "Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten", die mit den Änderungen der Gefahrstoffverordnung aus dem Jahr 2013 eingeführt wurde. Sachkundenachweise gelten danach nur noch sechs Jahre. Alle „Altbescheinigungen“, die vor dem 1. Juli 2010 ausgestellt wurden, verlieren mit dem 01. Juli 2016 ihre Gültigkeit.


Fakten zu Asbest

Krebserzeugender Asbest ist nach wie vor in vielen, besonders vor 1994 gebauten Häusern zu finden. Die Zahl der Asbesttoten steigt und steigt, obwohl die Verwendung des einst als Wunderbaustoff gelobten Materials in Deutschland schon seit 1993 verboten ist. Nach Lärm ist Asbest zweithäufigster Auslöser für Berufskrankheiten. Was viele nicht wissen: Nicht nur in den bekannten gewellten Dächern ist Asbest zu finden, sondern auch in alten Spachtelmassen und Fliesenklebern! Die lange Latenzzeit der durch Asbest verursachten Erkrankungen sorgt dafür, dass uns die Vergangenheit jetzt einholt.

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