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Gefährliche Waldarbeit - Sicherheits-Tipps von der SVLFG

Windwurfaufarbeitung besonders riskant

5.700 Arbeitsunfälle – darunter 31 tödliche – verzeichnete die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) im Jahr 2014 bei Arbeiten im Wald und bei der Brennholzerzeugung. Mit 26 % war die Holzaufarbeitung die häufigste Unfallursache, gefolgt von Unfällen bei Fällarbeiten mit 18,7 %. „Waldarbeit ist und bleibt gefährlich – die Holzernte gehört zu den gefährlichsten Arbeiten überhaupt“, erinnert die Sozialversicherung deswegen aktuell.

Übrigens: Bei den tödlichen Unfällen sind die über 65-Jährigen überdurchschnittlich oft beteiligt. Die SVLFG rät deswegen dazu, gerade für ältere Beschäftigte frei werdende Arbeitskapazität für weniger gefährliche Arbeiten zu schaffen, wie etwa die Brennholzaufarbeitung mit modernen Sägespaltmaschinen.


Sicherheit durch Wissen und Erfahrung

Neben dem Werkzeug sind es Wissen und Erfahrung, die für Sicherheit bei der Waldarbeit sorgen. Trainings wie etwa Motorsägenschulungen für Anfänger als auch für Profis sind nur eine Arbeitsschutzmaßnahme, die Wissen fördert.

Den sicheren Waldarbeiter zeichnen zudem hohe Konzentration und körperliche Fitness aus. Und nur wer nicht unter Zeitdruck steht, kann sicher und gut arbeiten. Ein wichtiger Sicherheitstipp ist außerdem: „Nie alleine ins Holz! Überschätzen Sie sich nicht. Holen Sie sich im Zweifel Unterstützung durch Fachleute und Maschinen!“


Windwurfaufarbeitung den Profis überlassen

Besonders risikoreich ist die Aufarbeitung von Baumstämmen, die unter Spannung stehen, zum Beispiel im Rahmen von Windschäden wie nach dem Sturm "Niklas" im Frühjahr 2015 - nach diesem Sturm hatten sich die Unfallzahlen mehr als verdoppelt. Nur mit dem Einsatz von Maschinen zum Entzerren, Sichern und Aufarbeiten der unter Spannung stehenden Stämme könne dieses Risiko einigermaßen beherrscht werden. Am besten sei die vollmechanisierte Aufarbeitung mit starken Maschinen. Seien diese nicht einsetzbar, dürften nur Profis mit großer Erfahrung ans Werk gehen.

Bei der manuellen Aufarbeitung muss zuerst die Spannung mithilfe von Baggern oder Seilwinden durch Entzerren des Holzes verringert werden. Zuerst müssen Spannungen im Stamm beurteilt werden und mit geeigneten Schnitttechniken bearbeitet werden, damit die Spannungen einigermaßen sicher beseitigt werden können. Darauf spezialisierte Forstunternehmer kann man über die forstlichen Zusammenschlüsse und Waldbesitzervereinigungen finden. Revierförster führen Beratungen durch.


Gefahrenbereiche absichern

Wege im Fallbereich (das ist der Kreis um den zu fällenden Baum mit dem Radius der doppelten Baumlänge) müssen durch Warnschilder und Trassierband gekennzeichnet werden. Warnposten schützen Spaziergänger. Verantwortlich, dafür, dass sich keine Personen im Fallbereich aufhalten, ist der Motorsägenführer. Wenn der Baum fällt, muss auch er auf die zuvor angelegte Rückweiche zurücktreten und nach oben schauen!

Achtung: Bei starkem Wind, Regen, Nebel und Schneefall muss die Arbeit eingestellt werden.


Sicherheit bei der Brennholzaufarbeitung

Auch bei der Brennholzaufarbeitung ist Zeit ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Als Werkzeug dienen Holzspalter - das sind Einpersonenmaschinen, die beim Spaltvorgang nur von einer Person bedient werden dürfen. An der Zu- und Abführung sind dagegen meist mehrere Personen beteiligt. Mit Ruhe und Bedachtsamkeit vermeiden Sie Flüchtigkeitsunfälle. Ordnung schützt vor Stolperunfällen. Schutzeinrichtungen müssen immer angebracht sein und auch funktionieren.


Sicheres Brennholzsägen

Rolltisch-, Wipp- und Bandkreissägen sind laut SVLFG das richtige Werkzeug fürs Brennholzsägen. Diese müssen eine sichere Zuführeinrichtung mit einem vollständig verdeckten Sägeblatt und einer fest montierten Schutzhaube haben.

Hartmetallsägeblätter sind länger scharf, rückschlagarm und leise. Beschädigte Sägeblätter sollten sofort gewechselt werden. Bei Wippkreissägen muss darauf geachtet werden, dass die Wippe nicht verzogen ist. Wirtschaftlicher und sicherer ist es, Sägespaltautomaten einzusetzen und das Sägen und Spalten zu kombinieren.

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