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Tipps gegen Bürolärm

Auch "leiser" Lärm macht krank

Auch wer im Büro arbeitet, kann durch Lärm krank werden – oder sich zumindest ziemlich gestört fühlen und dadurch körperlich als auch psychisch leiden. Schon ab 65 dB(A) reagiert der Körper eindeutig auf Lärm. Wenn man nun bedenkt, dass ein Gespräch mit etwa 60 dB(A) zu Buche schlägt, ist klar, dass es bis zur 65 nur ein kleiner Schritt ist. Auch im Büro ist Lärmschutz also angesagt, sodass der Lärmpegel je nach Tätigkeit zwischen 55 und 70 dB(A) liegt. Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) gibt hier nützliche Tipps.

Übrigens: Mit Hörschädigungen ist ab 80 dB(A) zu rechnen.

"Offene Bürostrukturen" sind in der modernen Arbeitswelt auf dem Vormarsch. Sie sollen bessere Kommunikation und flachere Hierarchien mit sich bringen. Doch ob Großraum-, Gruppen-, Kombibüro oder megamoderne Bürolandschaft - wo viele Menschen sind, herrscht eine höhere Geräuschkulisse. "Die üblichen Geräuschquellen im Büro sind Telefone, Drucker und Klimaanlagen, vor allem aber auch die Stimmen der Kolleginnen und Kollegen", erklärt Andreas Stephan, Sachgebietsleiter Büro bei der VBG. Dieser Lärm kann die Stresshormone ansteigen lassen, zu Anspannung, Nervosität und Unzufriedenheit führen. "Ebenso kann er Auswirkungen auf die Konzentration und Leistungsfähigkeit haben", ergänzt Jasmine Kix, Beraterin Arbeitspsychologie der VBG. Wer die Gestaltung der Büroräume gut plant, fördert Produktivität, Arbeitszufriedenheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter.


Einrichtung, Arbeitsmittel, Arbeitsorganisation - das sind die Maßnahmen

Eine Maßnahme zur Lärmreduzierung können folgende Einrichtungselemente sein:

  • Schallabsorbierende Stellwände - sie vermindern die Schallausbreitung zwischen den Arbeitsplätzen.
  • Deckensegel über den Arbeitsplätzen - sie reduzieren die Reflexion des Schalls an der Decke.
  • Schallabsorbierende Möbeloberflächen, wie Schranktüren, Seiten- und Rückwände - sie schwächen ebenfalls den Lärm ab.

Auch bei der Wahl der Arbeitsmittel, wie Drucker, Klimaanlagen, Shredder ... und bei der Arbeitsorganisation sollte auf Lärmreduzierung geachtet werden. So können Sie laute Geräte in separaten Räumen aufstellen, was gleichzeitig die Bewegung der Mitarbeiter fördert, wenn sie jedes Mal aufstehen, um ein Gerät zu benutzen. Bei der Organisation gilt es zum Beispiel darauf zu achten, das nicht gerade zu Zeiten, in denen die Servicehotline glüht, andere Beschäftigte konzentriert in Ruhe arbeiten müssen.

Den einen stört's, der andere findet's toll: Ob Radiohören im Büro erlaubt ist, entscheidet letztlich der Vorgesetzte. Hier ist gegenseitige Rücksichtnahme unter den Beschäftigten unbezahlbar.

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