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Notfallplan für Aufzüge ab 01. Juni 2016 Pflicht

Regelung der BetrSichV greift

Ab dem 01. Juni 2016 müssen alle Aufzüge einen Notfallplan haben - so steht es in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), die am 01. Juni 2015 in Kraft getreten ist. Für seit dem 01. Juni 2015 neu errichtete oder in Betrieb gegangene Aufzüge galt die Notfallplan-Pflicht schon. Für alle Bestandsaufzüge läuft die Übergangsfrist nun ab.

Der Notfallplan soll Helfern Informationen bieten, damit sie Menschen schnell aus Auszügen befreien und Erste Hilfe leisten können. Der Notfallplan muss dem Notdienst zur Verfügung gestellt werden. Gibt es keinen Notdienst, so ist der Plan in der Nähe der Aufzugsanlage anzubringen. Es empfiehlt sich außerdem, den Unterlagen des Aufzugs ein Exemplar des Notfallplans beizuzufügen.

Im Notfallplan müssen mindestens folgende Informationen zu finden sein:

  • Standort der Aufzugsanlage
  • verantwortlicher Arbeitgeber ("Betreiber")
  • Personen, die Zugang zu allen Einrichtungen der Anlage haben
  • Personen, die eine Befreiung Eingeschlossener vornehmen können
  • Kontaktdaten der Personen, die Erste Hilfe leisten können (zum Beispiel Notarzt oder Feuerwehr)
  • Angaben zum voraussichtlichen Beginn einer Befreiung und
  • die Notbefreiungsanleitung für die Aufzugsanlage.

Übrigens: Der TÜV SÜD bietet ein kostenloses Notfallplan-Musterformular an!

Wann und wie oft ein Aufzug durch eine zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) geprüft und wie er instandgehalten werden muss, hängt von der Art und Intensität der Nutzung ab. Hier sollte eine Gefährdungsbeurteilung Ergebnisse bringen. Länger als zwei Jahre darf der Abstand zwischen zwei Prüfungen aber nicht sein. Im Rahmen der Prüfung sollte auch der Notfallplan auf Vollständigkeit betrachtet werden.


Nächster Schritt: Zwei-Wege-Kommunikationssystem

In einem nächsten Schritt müssen bis 31. Dezember 2020 alle Bestands-Aufzüge - also alle Aufzüge, die vor dem 01. Juni 2015 in Betrieb genommen wurden - mit einem Zwei-Wege-Kommunikationssystem ausgestattet werden, das eine Sprach- und Hörverbindung mit einer jederzeit besetzten Notdienststelle ermöglicht.

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