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Alleinarbeiter brauchen Schutz

Personen-Notsignal-Anlagen geben Sicherheit

In 2015 wurden in Deutschland laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) 866.056 Arbeitsunfälle gemeldet, davon endeten 470 tödlich. Besonders gefährdet sind Arbeitnehmer, die Alleinarbeit verrichten. Darunter versteht man die Tätigkeit einer einzelnen Person außer Sicht- und Rufweite zu Kollegen. Solche Arbeitsbedingungen sind in fast allen Branchen bei unterschiedlichsten Tätigkeiten zu finden, etwa bei Nachtschichten, Kontrollgängen, mobilem Arbeiten usw. Betroffen sind Mitarbeiter in Behörden oder Gastronomie, Sicherheits- und Verkaufspersonal, Pflegekräfte ... Jeder Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, für die Sicherheit seiner Angestellten zu sorgen, besonders wenn – wie bei der Alleinarbeit – ein besonderes Gefahrenpotenzial vorliegt.


Wie gefährdet sind die eigenen Mitarbeiter?

Unternehmen sollten prüfen, ob alle Mitarbeiter, die allein arbeiten, in Notfällen angemessen geschützt sind. Orientierung geben die Antworten auf folgende Fragen:

  • Sind alle Arbeitsplätze erfasst, die komplett oder zeitweise von Mitarbeitern allein besetzt sind?
  • Ist das Gefahrenpotenzial dieser Arbeitsplätze realistisch eingestuft (geringe, erhöhte und besondere Gefährdung)?
  • Wie ist sichergestellt, dass die allein arbeitenden Personen bei einem Notfall Hilfe erhalten?
  • Sind die technischen Möglichkeiten bekannt, die zur Sicherung eines Alleinarbeitsplatzes eingesetzt werden können?
  • Sind die eingesetzten Mitarbeiter psychisch und körperlich für Alleinarbeit geeignet?
  • Wissen die allein arbeitenden Mitarbeiter, was sie bei Störungen und Notfällen zu tun haben?


Verschiedene Technologien

Ein effektives Hilfsmittel für die Sicherheit von Alleinarbeitern ist eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA), die am Körper getragen wird. Meist handelt es sich dabei um Funkgeräte oder spezielle Handys. Je nach Anzahl der benötigten Mobilteile und der Entfernung des Alleinarbeiters zum Alarmempfangszentrum ist eine Anlage mit Mobilfunktechnologie oder einer DECT-Infrastruktur (Digital Enhanced Cordless Telecommunication) geeignet. Auch normale Handys mit einer Sicherheits-App können genutzt werden. Allerdings haben diese oft keinen Empfang oder ein Notruf kann nicht schnell oder unauffällig genug ausgelöst werden.


Anforderungen an das Gerät

Wer sich für den Einsatz einer PNA entscheidet, sollte alle nötigen Anforderungen an das Gerät vorab definieren:

  • Welchen Risiken sind meine Alleinarbeiter ausgesetzt?
  • Benötige ich eine Funktion, um den Alleinarbeiter in einem Notfall zu lokalisieren?
  • Welche Anforderungen habe ich an das Gerät (zum Beispiel unauffällige Bedienung; in explosionsgefährdeten Bereichen erlaubt)?
  • Soll die Überwachung der Mitarbeiter firmenintern oder von einem zertifizierten Alarmempfangszentrum unternommen werden?
  • Welche Alarmfunktionen benötige ich?
  • Wie viele Mobilteile werden benötigt und wie groß ist der Radius, der überwacht werden soll?


Im Notfall zählt jede Sekunde

Welche Funktionen moderne PNA haben, sehen Sie hier am Beispiel des „Identicom“ vom Hersteller SoloProtect: Der Alarm kann schnell und von anderen unbemerkt ausgelöst werden, denn das Gerät ist unauffällig – es ist als Fotoausweishalter „verkleidet“. Es ist mit GPS ausgestattet, arbeitet mit Multi-SIM-Karte inklusive Roaming und sucht automatisch und anbieterunabhängig das Mobilfunknetz mit dem besten Empfang – für maximale Netzabdeckung sogar in der Nähe von Landesgrenzen. Das „Identicom“ ist mit einem zertifizierten Alarmempfangszentrum verbunden, dessen Mitarbeiter beim Auslösen des Alarms diskret über ein integriertes Mikrofon mithören, alles aufzeichnen, den Alleinarbeiter lokalisieren und für angemessene Hilfe sorgen. Im Falle einer längeren Neigung des Gerätes mit gleichzeitiger Bewegungslosigkeit wird von allein ein „Totmannalarm“ inklusive GPS-Ortung ausgelöst. Dabei wird das Alarmempfangszentrum automatisch zugeschaltet, das sofort Rettungsmaßnahmen einleitet. Viele PNA, so auch das „Identicom“, haben zusätzliche, individuell einstellbare Berichts- und Alarmfunktionen.


Qualitäts-Checkliste

Wenn feststeht, welche Anforderungen an eine PNA gestellt werden, hilft Ihnen diese Checkliste dabei, die Qualität der Geräte zu beurteilen:

  • Ist der Service einer 24/7-Alarmempfangszentrale inbegriffen?
  • Besteht die Möglichkeit, Alarme aufzuzeichnen?
  • Wird der Alarm direkt zu Rettungsdiensten weitergeleitet?
  • Kann der Alleinarbeiter im Alarmfall genau lokalisiert werden?
  • Gibt es verschiedene Alarmkategorien?
  • Ist das Gerät einfach zu benutzen?
  • Lässt sich ein Alarm schnell aktivieren?
  • Werden unterstützende Dienstleistungen angeboten, wie zum Beipiel Mitarbeiterschulungen, Berichte etc.?