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Aus Unfällen lernen: Lichtbogen durch Kurzschluss

Mangelnde Beschriftung führt zu Beinaheunfall

Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) bietet einen neuen „Worst-Practice-Fall“ in ihrer Online-Rubrik „Aus Unfällen lernen“ an: Als ein Betriebselektriker eine beschädigte flexible dreiphasige Geräteanschlussleitung entfernen will, kommt es zu einem Lichtbogen. Der Beschäftigte entgeht nur knapp einem schweren Unfall – einer elektrischen Körperdurchströmung.

Die Leitung war nachträglich an die Kombination angebracht und fest an einem Verteiler (Steckdosenkombination) angeschlossen worden. Nur war vergessen worden, die Beschriftung der Stromkreise im Verteiler zu ergänzen. Der Betriebselektriker nahm an, dass die flexible Leitung über das Sicherungselement für die dreiphasige 16-A-Steckdose angeschlossen sei, und schaltete die drei Außenleiter an diesem Sicherungselement ab.

Beim Versuch, an der beschädigten Stelle die Spannungsfreiheit zu überprüfen, berührten sich zwei der beschädigten Außenleiter und lösten einen Lichtbogen aus. Die Intensität des Lichtbogens war zwar gering, da der Stromkreis durch den im Verteiler eingebauten RCD schnell abgeschaltet wurde – der Schreck bei dem Mitarbeiter war aber entsprechend groß.

Auf der BG-ETEM-Seite lesen Sie, was die Unfalluntersuchung ergab, außerdem erfahren Sie, welche Maßnahmen diesen Unfall hätten verhindern können.

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