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Eckpunktepapier für mehr Sicherheit im Zimmererhandwerk

Arbeitsschutz- und Sicherheitsmaßnahmen werden erarbeitet

150 meldepflichtige Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter: Die Zahl der Unfälle ist im Zimmererhandwerk im Vergleich zu anderen Gewerken sehr hoch. In der Baubranche liegt die Zahl der Unfälle bei 60. Dabei können Unfallursachen auf Baustellen mit Arbeitsschutzmaßnahmen und einer guten Arbeitsorganisation minimiert werden. Der runde Tisch "Sichere Bauprozesse im Zimmererhandwerk" von Holzbau Deutschland - Bund Deutscher Zimmermeister, der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und Vertretern der Verbände des Zimmererhandwerks hat deswegen ein Eckpunktepapier beschlossen, das für mehr Sicherheit auf Baustellen sorgen soll. Fünf Kernbereiche umfasst das Eckpunktepapier, für die nun Arbeitsschutz- und Sicherheitsmaßnahmen erarbeitet werden sollen. Eine Hauptzielgruppe für Maßnahmen sind Auszubildende und Meisterschüler.


Leitern, Montage und Treppenhausöffnungen sicherer machen

Ein wichtiger Kernpunkt ist die Nutzung von Leitern. Hier steht die Zusammenarbeit mit Herstellern im Vordergrund, um die Arbeitsmittel zu optimieren und möglichst sicher anwendbare Leitern zu erhalten. Kernpunkt Nummer zwei ist die Vormontage am Boden, die gefördert werden soll, weil sie einfach die sicherere Art der Montage ist. Ein weiterer Kernpunkt ist es, die Sicherung von Treppenhausöffnungen im Zimmererhandwerk zu etablieren.

Die erarbeiteten Maßnahmen und die sicheren Arbeitsmittel sollen auf Musterbaustellen auf ihre Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft werden, bevor sie allgemein eingesetzt werden. Eine verstärkte Betreuung auf den Baustellen und ein besserer Dialog mit nicht organisierten Holzbaubetrieben stehen außerdem auf der Agenda. "Denn alle Zimmerer und im Holzbau Tätigen sind aufgerufen, sich mit dem Thema Arbeitssicherheit stärker auseinander zu setzen."

Vorgestellt werden sollen das Eckpunktepapier und die Ergebnisse auf der DACH + HOLZ International 2018. Unter dem Motto "Wir zimmern sicher" soll eine bundesweite Kampagne das Mehr an Arbeitssicherheit kommunizieren.

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