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Konflikte am Arbeitsplatz: So gelingt die Kommunikation

5 Tipps, wie Sie drüber reden können

Konflikte am Arbeitsplatz sollte man weder totschweigen noch eskalieren lassen. Reden Sie sachlich drüber! Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gibt nützliche Tipps, wie das gelingt.


  • Tipp 1: Gestehen Sie dem Gegenüber eine eigene Sichtweise zu! Konflikte basieren auf unterschiedlichen Interessen, Vorstellungen oder Meinungen, die sich scheinbar nicht miteinander vereinbaren lassen. "Es gibt hier in der Regel kein objektives Richtig oder Falsch, sondern vielmehr verschiedene Sichtweisen auf ein Thema", erklärt Sabine Gregersen, Psychologin bei der BGW. "Dementsprechend geht es im Konfliktgespräch nicht ums Rechthaben, sondern ums gemeinsame Weiterkommen. Sich das klarzumachen, ist der erste Schritt zu einer Lösung."
  • Tipp 2: Hören Sie zu! In einem Konfliktgespräch kommt es zunächst darauf an, sich die Position des Gegenübers wirklich anzuhören und zu versuchen, sie zu verstehen. Wiederholen Sie das Gehörte mit eigenen Worten: "Ich habe verstanden, dass…" So vermeiden Sie Missverständnisse. "Hilfreich ist auch Blickkontakt", erklärt die Psychologin. "Die gerade sprechende Person anzusehen, unterstreicht das aufmerksame Zuhören."
  • Tipp 3: Vermeiden Sie "Killerphrasen"! Verallgemeinerungen oder Schuldzuweisungen, Du-Botschaften und Recht-haben-Wollen schüren Konflikte nur. Vermeiden Sie Floskeln wie: "Das machst du immer so, das ist so typisch für dich!" oder "Da irrst du dich!". Auch Totschlagargumente à la "Das kann man nicht ändern, das haben wir schon immer so gemacht" helfen nicht weiter. Ironie und Sarkasmus mögen zwar beliebte Stilmittel sein, in einem Konfliktgespräch mit dem Kollegen gießen Sie damit jedoch nur zusätzlich Öl ins Feuer.
  • Tipp 4: Senden Sie Ich-Botschaften! Schildern Sie Ihre Interessen, Vorstellungen, Meinungen und Gefühle in der Ich-Form, machen Sie Ihrem Gegenüber dabei aber keine Vorwürfe. Die Expertin rät auch, keine versteckten Du-Botschaften zu senden. "Das ist gar nicht so einfach, aber man kann es üben." Der Satz "Ich finde, dass du unzuverlässig bist", ist zum Beispiel keine Ich-Botschaft. Besser wäre etwa: "Es stört mich, wenn Vereinbarungen nicht umgesetzt werden. Ich wünsche mir, dass wir hier gemeinsam Verbesserungen erreichen."
  • Tipp 5: Reden Sie miteinander statt übereinander! Wenn ein Konflikt schwelt, sollten Sie nicht negativ hinter dem Rücken über den reden, der anderer Meinung ist als Sie. Darunter leidet nicht nur die betreffende Person, sondern auch das Miteinander in der Gruppe. Grundsätzlich sollten Sie sich nicht an Klatsch und Tratsch über andere beteiligen. "Wenn man mitbekommt, dass da ein Konflikt schwelt, plädiert man am besten dafür, dass die Betroffenen miteinander statt übereinander sprechen", so die Psychologin.

Übrigens: Auch wer ein solches Konfliktgespräch anregt, sollte sich an die oben gegeben Tipps halten!

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