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CLP: Letzte Deadline läuft am 01. Juni 2017 ab

Handel muss "alte" Kennzeichnung verbannen

Ab 1. Juni 2017 ist wirklich Schluss – und zwar mit den alten Chemikalienkennzeichnungen. Ab dann dürfen auch Altbestände von Produkten, die gefährliche Chemikalien enthalten, nur noch verkauft werden, wenn sie nach der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP-Verordnung) eingestuft und gekennzeichnet sind. Daran erinnert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Händler und Verbraucher.

Gleichzeitig rät sie für den Umgang mit Restbeständen:

  • Kunden sollten Produkte mit der alten Kennzeichnung nach dem 1. Juni 2017 nicht annehmen.
  • Händler, bei denen Kunden sich selbst aus den Regalen bedienen, sollten Restwaren aus den Regalen entfernen.
  • Verkaufspersonal sollte informiert werden, damit es keine Gemische mit abgelaufener Kennzeichnung zum Beispiel aus dem Lager weitergibt.
  • Für Waren, die auch zum Stichtag noch mit den alten Etiketten ausgerüstet sind, könnte eine Rückführung an den Lieferanten sinnvoll sein.
  • Auch eine Umetikettierung ist möglich. Die BAuA mahnt hier unbedingt Maßnahmen zur Qualitätssicherung an. Vorlieferanten könnten zum Beispiel geeignete Etiketten zur Verfügung stellen, damit bei der korrekten Kennzeichnung nichts schiefgeht.


Mit dem Stichtag 01. Juni 2017 endet also die letzte Übergangsregelung aus der CLP-Verordnung. Gefahrstoffhaltige Produkte, die nach dem 1. Juni 2015 in Verkehr gebracht wurden, mussten bereits ab diesem Stichtag mit der neuen Kennzeichnung versehen sein. Altbestände dürfen bis 01. Juni 2017 abverkauft werden.

Betroffene Produkte können Haushaltsreiniger, Lösemittel, Bauchemikalien und viele weitere Alltags- und Arbeitsprodukte sein. Ob ein Produkt der neuen CLP-Verordnung entspricht, erkennen Sie ganz leicht am Etikett: Dort dürfen nur noch weiße, rautenförmige Piktogramme mit rotem Rand zu finden sein. Sie lösen die alten orangefarbenen Piktogramme ab.


Vorsicht auch bei privatem und gewerblichem Gebrauch ohne Verkauf

Nicht betroffen von der Regelung sind gewerbliche und private Anwender, die Gemische mit der "alten" Kennzeichnung aufbrauchen und nicht weiterverkaufen. Wer solche Produkte innerbetrieblich verwendet, muss die Kennzeichnung nicht anpassen. Ein Knackpunkt kann hier aber sein, wenn sich für einen Stoff oder ein Gemisch die Einstufung geändert hat. Wenn das der Fall ist, muss die Betriebsanweisung eindeutige Umgangsvorschriften für beide Optionen enthalten: für das alte und das neue Einstufungs- und Kennzeichnungssystem.

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