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Arbeitsplatz Biogasanlage: Wer braucht eine Fachkunde?

Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz bei der Herstellung von Biogas

Nur speziell qualifiziertes Personal darf Biogas herstellen. So fordert die technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS 529) „Tätigkeiten bei der Herstellung von Biogas“, dass Betreiber von Biogasanlagen mindestens zwei Mitarbeiter mit einem „Biogasanlagenführerschein“ ausstatten müssen. Daran erinnert der TÜV Thüringen.

Besonders in ländlichen Regionen sind in den vergangenen Jahren viele Biogasanlagen entstanden. Der Umgang mit Gefahrstoffen und die komplexe Technik bergen Gefahren – für Menschen und Umwelt. Die TRGS 529 konkretisiert die Anforderungen der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge, was Tätigkeiten bei der Herstellung von Biogas angeht. Neben der Gefährdungsbeurteilung, Schutzmaßnahmen, arbeitsmedizinischer Prävention oder persönlicher Schutzausrüstung (PSA) sind die fachlichen Anforderungen an Arbeitgeber und Beschäftigte ein wichtiges Thema in der TRGS. Dazu steht dort geschrieben, dass der Arbeitgeber beziehungsweise Betreiber der Biogasanlage eine verantwortliche Person berufen muss. Außerdem muss es eine qualifizierte Vertretung mit gleicher Fachkunde geben.

Verantwortliche Personen müssen also eine Fachkunde im Sinne der Gefahrstoffverordnung haben. Dazu zählen:

  •  eine geeignete Berufsausbildung
  • eine einschlägige Berufserfahrung oder
  • eine zeitnah ausgeübte entsprechende berufliche Tätigkeit.

Zudem müssen Beschäftigte mit einer Fachkunde für die Herstellung von Biogas ihr Wissen alle vier Jahre mit einer Fortbildung auffrischen.

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