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Gesundheitsschutz-Trends in der digitalen Arbeitswelt

Ergebnisse der Studie #whatsnext

Etwa ein Drittel des Berufslebens verbringen wir an unserem Arbeitsplatz. Ziemlich viel Zeit … Arbeit muss also gesund gestaltet werden, um negative Folgen für Körper und Psyche der Arbeitnehmer zu verhindern. Die Digitalisierung und die damit einhergehende Veränderung der Arbeitswelt – Stichwort Arbeit 4.0 – machen das nicht gerade einfacher. Wie muss und soll Gesundheitsschutz in Betrieben in Zeiten des digitalen Wandels aussehen? Das haben die Techniker Krankenkasse (TK), das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) und die Haufe Gruppe in der Trendstudie "#whatsnext - gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt" herausgefunden. Dafür wurden über 800 Geschäftsführende, Personaler und Verantwortliche für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) befragt. "Das BGM ist in Deutschland aus unserer Sicht recht weit entwickelt. Nun geht es darum, die zentralen Handlungsfelder der Zukunft hierzulande zu identifizieren", erklärt Dr. Utz Niklas Walter vom IFBG.


Von Führung, Change und Wissen

Und das sind laut der Studie die Herausforderungen von heute und in der Zukunft:

  • 88 % der Befragten finden, dass die Führungskräfte die wichtigste Stellschraube für die Förderung der Beschäftigtengesundheit sind. „Gesunde Führung“ ist für die Befragten meist wichtiger als ein höheres Budget oder mehr Personal für BGF und BGM.
  • Je 74 % sehen den Einsatz der Unternehmensleitung und größere personelle Ressourcen als größte Herausforderung.
  • In nur 26,3 % der Betriebe gibt es bereits ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM).
  • In 8,6 % der Unternehmen gibt es gar keine Maßnahmen zur Gesundheitsförderung.
  • In 28,3 % der Betriebe gibt es vereinzelte Angebote für das Gesundheitsschutzmanagement, meist in den Bereichen Ergonomie und Entspannung.
  • Je größer die Organisation, desto mehr BGF-Maßnahmen gibt es.
  • Die Handlungsfelder für die Gesundheitsförderung werden sich nach Einschätzung der Befragten in den nächsten Jahren weiter verändern.

Erstaunlich: Deutschland ist sich einig! Die Studien-Macher konnten bei den Ergebnissen keine regionalen Besonderheiten und Schwerpunkte erkennen.

Diese Top-Themen werden nach Einschätzung der Befragten in fünf Jahren von besonderer Bedeutung für die Arbeit 4.0 sein:

  • Gesundes Führen
  • Maßnahmen für eine gesunde Unternehmenskultur
  • Wissenssicherung
  • Feedbackkultur
  • Change- und Konfliktmanagement
  • Digital Leadership

Als Analyseverfahren werden laut den Befragten Workshops und Gesundheitszirkel ein Comeback erleben. Bisher setzen Unternehmen mehr auf Arbeitsplatzanalysen und Beobachtungsverfahren.

Und wie soll es in einer digitalen Welt anders sein? Die digitale betriebliche Gesundheitsförderung wird sich weiter verbreiten: Gesundheits-Apps, Wearables, Portale und spielerische Ansätze, die sogenannte „Gamification“ sind im Kommen.

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