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5 Tipps: So überstehen Sie die Sommerschwüle im Büro

BGW hilft und räumt mit Irrtümern auf

Endlich ist Sommer! Doch wie alles hat auch diese wunderbare Jahreszeit ihre Schattenseiten: Während trockene Hitze für die meisten Menschen okay ist, leiden viele, wenn es schwül ist. Besonders im Büro, wo man sich schließlich nicht ausruhen und so leger kleiden kann wie zu Hause. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat 5 Tipps parat, wie Sie mit Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit besser klarkommen. Dabei räumt sie mit weit verbreiteten Irrtümern auf ...


Schwitzen bei Schwüle ist sinnlos

Der menschliche Körper reguliert seine Temperatur hauptsächlich über die Haut. Sie gibt überschüssige Wärme an die Luft ab. Erst wenn das zum Runterkühlen nicht mehr reicht, bildet der Köper Schweiß, der ihm beim Verdunsten ebenfalls Wärme entzieht. Ist die Luftfeuchtigkeit allerdings sowieso schon hoch, kann die Luft auch nur bedingt Feuchtigkeit und damit Schweiß aufnehmen. Schwitzen ist bei Schwüle also relativ nutzlos oder sogar kontraproduktiv: Denn wenn der Schweiß auf dem Körper bleibt, kühlt der Körper nicht ab, sondern schwitzt immer mehr. Gleichzeitig geht der Kreislauf runter, damit weniger Wärme produziert wird. Klingt kompliziert? Das müssen Sie sich gar nicht alles merken. Befolgen Sie einfach diese 5 Tipps von der BGW, dann ertragen Sie die Sommerschwüle im Büro wesentlich besser:


Tipp 1: Mehr trinken – aber bitte nicht eiskalt!

Herrlich, bei dieser Schwüle eine Cola aus dem Kühlschrank … Falsch! Eiskalte Getränke gaukeln dem Organismus Kälte vor – daraufhin produziert dieser mehr Wärme und man schwitzt noch mehr als vor der eiskalten Limonade. "Besser erfrischen leicht gekühlte bis lauwarme Durstlöscher", erklärt Dr. Grita Schedlbauer von der BGW. Da stark zuckerhaltige Getränke sowieso nicht gesund sind, sollten Sie Leitungs- oder Mineralwasser und ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee bevorzugen. "Und davon bitte bei Hitze noch reichlicher trinken als sonst", mahnt die Fachfrau der Berufsgenossenschaft. "Flüssigkeitsmangel schwächt den Kreislauf und damit die Versorgung der Organe. Außerdem holt man sich leicht eine Erkältung, wenn die Schleimhäute antrocknen und dann Viren und Bakterien nicht mehr so gut abwehren können."


Tipp 2: Die Haut kühlen – aber bitte maßvoll

Auch eine eiskalte Dusche bringt keine nachhaltige Abkühlung. Sie treibt die Wärmeproduktion genauso an wie das oben erwähnte eiskalte Getränk. Kühlen Sie stattdessen einzelne Körperteile, und das bitte so maßvoll, dass Sie Ihren Organismus nicht irritieren. "Dazu kann man beispielsweise immer mal wieder kaltes Wasser über die Hände und Handgelenke laufen lassen", schlägt Dr. Schedlbauer vor. "Das lässt sich oft auch im Arbeitsalltag einrichten."


Tipp 3: Luftige Kleidung tragen – am besten aus Baumwolle oder Leinen!

Enge Kleidung aus Kunstfasern bringt Sie so richtig zum Schwitzen. Wählen Sie bei heißem Wetter und Schwüle lockere Bekleidung aus Baumwolle oder Leinen. Sie lässt Luft an die Haut und nimmt Schweiß auf. "Sicherheit geht allerdings vor", erinnert Dr. Schedlbauer. "Während sich der Krawattenzwang im Büro ohne Probleme lockern lässt, geht an erforderlicher Schutzausrüstung auch bei Hitze kein Weg vorbei. Da helfen dann nur Klimaanlagen und Sonnenschutzeinrichtungen – oder das Ausweichen auf kühlere Arbeitszeiten."


Tipp 4: Für einen Luftzug sorgen – aber bitte keinen zu starken!

Ventilatoren bringen die Luft in Bewegung, dadurch kommt die Haut mit mehr Luftteilchen in Kontakt und kann mehr Feuchtigkeit abgeben als ohne die leichte Brise. "Doch Vorsicht", so Schedlbauer: "Wer sich zu starkem Zug aussetzt, riskiert trockene Schleimhäute und dadurch Erkältungen."


Tipp 5: Den Tagesrhythmus anpassen

Im Radio kommt bei Sommerhitze oft der Gesundheitshinweis, dass anstrengende Tätigkeiten vermieden werden sollten. Natürlich können Sie nicht einfach die Arbeit niederlegen, nur weil es heiß ist – für Arbeitnehmer gibt es kein Hitzefrei. Wenn Sie es einrichten können, sollten Sie aber Ihre Arbeitszeiten an das Sommerwetter anpassen. Verlegen Sie größere Anstrengungen in die kühleren Tageszeiten, wenn Sie sie nicht ganz vermeiden können. Kurze Pausen helfen ebenfalls dabei, die Belastung für den Körper zu reduzieren. Rat der Medizinerin: "Bei Kreislaufproblemen legt man am besten zwischendurch immer mal wieder die Beine hoch."