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Es gibt 3 neue Berufskrankheiten!

Berufskrankheiten-Verordnung geändert

Es gibt 3 neue Berufskrankheiten! Der Bundesrat hat einer Änderung der Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) zugestimmt. Neben den 3 neuen BK werden 2 bereits bestehende BK um Krankheitsbilder erweitert.

Folgende Änderungen werden in die Anlage 1 zur BKV aufgenommen und treten am nächsten Monatsersten nach der Verkündung der neuen VO in Kraft:

  1. NEU: die chronisch-myeloische oder chronisch-lymphatische Leukämie durch 1,3-Butadien, ein farbloses Gas, das insbesondere zur Weiterverarbeitung bei der Herstellung verschiedener Kunst-Kautschuksorten sowie in der Kunststoffindustrie verwendet wird.
  2. NEU: Harnblasenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). PAK entstehen vor allem bei der Arbeit in Kokereien und Teerraffinerien, in der Elektrographitindustrie, im Straßenbau sowie bei der Schornsteinreinigung.
  3. NEU: die "Fokale Dystonie" als Erkrankung des zentralen Nervensystems bei Instrumentalmusikern durch feinmotorische Tätigkeit hoher Intensität.

Erweitert wird die Berufskrankheit Nummer 4113 (Lungenkrebs durch PAK) um die Erkrankung "Kehlkopfkrebs" und die Berufskrankheit Nummer 4104 (Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs in Verbindung mit Asbest) um "Eierstockkrebs".


Aufgrund von neuen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen empfiehlt der Ärztliche Sachverständigenbeirat "Berufskrankheiten" (ÄSVB) beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), welche Krankheiten in die BKV aufgenommen werden sollten und welche BK Erweiterungen benötigen. Bereits mit der Empfehlung können sie dann als „Wie-Berufskrankheiten“ anerkannt werden. Bei den aktuellen Neuerungen war das seit Herbst 2016 der Fall.

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