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Optische Strahlung beim Schweißen: Arbeitsschutz-Hilfe von der BAuA

Emissionsmodelle helfen bei der Gefährdungsbeurteilung

Etwa 260.000 Beschäftigte hatten im Jahr 2011 mit Schweißen zu tun. Gesundheitsgefährdungen gibt es bei allen Schweißverfahren – beim Widerstands- und Lichtbogenschweißen genauso wie bei neuen Kaltschweißmethoden. Die optische Strahlung, wie sie etwa beim Lichtbogenschweißen in großem Ausmaß entsteht, ist eine solche Gesundheitsgefahr – die neue Publikation „Optische Strahlenbelastung beim Schweißen – Erfassung und Bewertung“ von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) soll beim Arbeitsschutz helfen. Darin finden Sie neue Emissionsmodelle (Bestrahlungsstärke als Funktion der Schweißstromstärke). Diese sollen es Arbeitsschutz- und Sicherheitsverantwortlichen ermöglichen, die optische Strahlenbelastung ohne vorherige Messungen rechnerisch zu bestimmen. Relevant sind hier die Größen Schweißstromstärke, Schweißspannung und Werkstoff. Diese Berechnung soll eine echte Erleichterung bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung sein!

In Untersuchungen hat sich gezeigt, dass bei hohen Schweißstromstärken der aktinische Expositionsgrenzwert bereits innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde überschritten wird. (Blaulicht-)Gefährdung durch sichtbares Licht weist ebenfalls ein hohes Schädigungspotenzial auf, wohingegen der Anteil infraroter Strahlung geringer ist, aber dennoch nicht vernachlässigt werden darf. Verfahren mit abschmelzender Elektrode sind im Allgemeinen am emissionsintensivsten.

Während optische Strahlung beim Schweißen in den 1970er und 1980er-Jahren erforscht wurde, nahm das Interesse am Strahlenschutz beim Schweißen in den Folgejahren ab. Die BAuA bringt die überholte Datenbasis zur Strahlungsemission beim Schweißen mit den aktuellen Daten auf Vordermann. Folgen Sie dem Link zum Download!