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Monotone Handbewegungen sind ein Gesundheitsrisiko!

Ergonomische Werkzeuge und Arbeitsorganisation als Stellschrauben

Wer bei der Arbeit oft immer gleiche Handbewegungen ausführen muss, sollte ganz besonders auf seine Gesundheit achten! Daran erinnert die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA). Sie benennt Tätigkeiten mit einem hohen Risiko für monotone Bewegungen sowie Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutzmaßnahmen.

Sich immer wiederholende Handbewegungen können beim Bohren, Sortieren, Schrauben oder Montieren auftreten. Gefährdet sind unter anderem Beschäftigte im Bau-, Montage-, Verpackungs- und Handwerksgewerbe, in der Textil- und Nahrungsmittelindustrie, Friseure, aber auch Beschäftigte in therapeutischen Praxen.

Die ständige Bewegungs-Wiederholung kann zu einer Überbelastung der Muskeln und Sehnen führen. Mögliche Folgen: Schmerzen in den Unterarmen, im Schulter-Arm-Bereich oder im Bereich der oberen Wirbelsäule, Taubheitsgefühle in den Fingern oder sogar Sehnenscheidenentzündungen.

Betroffen können Beschäftigte sein, die

  • ihre Hände wiederholt beugen und strecken müssen und aus der gebeugten Haltung heraus arbeiten müssen, etwa bei der Verpackung, Montage, im Friseurhandwerk …
  • mit hohem Kraftaufwand arbeiten, beispielsweise in KFZ-Werkstätten, im Baugewerbe, in Handwerks- oder Gartenbaubetrieben …
  • vibrierende Maschinen wie Motorsägen, Meißelhämmer, Bohrer und andere handgeführte Werkzeugmaschinen bedienen, zum Beispiel in der Forst- und Landwirtschaft, im Handwerk auf dem Bau ...

Es ist aber nicht nur die Tätigkeit selbst, die krank macht, sondern auch die Art der körperlichen Belastung spielt eine große Rolle. Beschäftigte sollten darauf achten

  • wie häufig und wie lange sie eine handbelastende Tätigkeit ausüben. Wer einmal am Tag länger als eine Stunde am Stück die immer gleiche Tätigkeit verrichten muss, gilt als gefährdet (Beispiel: Fließbandarbeit);
  • wie oft sie die belastende Tätigkeit unterbrechen (Pausen) und wie häufig sie im Wechsel eine weniger belastende Tätigkeit ausüben können;
  • ob sie häufig mit hohem Krafteinsatz arbeiten müssen oder vibrierende Maschinen einsetzen;
  • ob ihnen dazu das richtige Werkzeug, die richtige Schutzausrüstung sowie vibrationsarme Maschinen zur Verfügung stehen.

Betroffene Beschäftigte können sich schützen: Ergonomisch optimierte Hilfs- und Arbeitsmittel und die Arbeitsorganisation, die einen häufigen Wechsel zwischen be- und entlastenden Tätigkeiten ermöglichen sollte, sind zwei wichtige Stellschrauben. Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sifa) und Betriebsärzte sollten unterstützend beraten und den Arbeitsplatz gemeinsam mit dem Arbeitgeber möglichst gesund und natürlich entsprechend eventueller Vorschriften gestalten.

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