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FAS: Der Fahrer trägt immer die Verantwortung!

Sicherheits-Helfer schützen vor Strafe nicht

ABS (Antiblockiersystem), ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm), Verkehrsschilder- und Müdigkeitserkennung, Notbrems- und Spurassistent und wie sie alle heißen: Fahrer-Assistenzsysteme (FAS), die in brenzligen Situationen im Straßenverkehr manchen Unfall verhindern, gibt es mittlerweile viele. Seit 01. November 2015 sind die beiden Letzteren in schweren Nutzfahrzeugen sogar Pflicht. Der TÜV Rheinland macht aber klar: Trotz aller modernen Helferlein für die Fahrsicherheit – letztendlich trägt immer der Fahrer die Verantwortung!

Ohne Zweifel: FAS bringen einen Sicherheitsgewinn. Und sie machen Fahrer zufriedener. Da der Fahrer sie aber manuell beeinflussen kann, ist er die Verantwortung für das, was passiert, eben nicht los. „Für sämtliche Systeme gilt, dass der Fahrer immer die volle Verantwortung und die rechtlichen Folgen eines Fehlverhaltens trägt – etwa bei einem Unfall oder Parkrempler. Denn er hat die Herrschaft über die Hilfsmittel und kann sie jederzeit manuell beeinflussen“, betont Steffen Mißbach, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland.


Der Fahrer muss jederzeit bereit sein zu korrigieren

Außerdem müssen Fahrer immer im Hinterkopf behalten, dass die Wirkung von FAS begrenzt sind. Natürlich können weder ABS noch ESP Wunder bewirken und die Fahrphysik verändern. Radargesteuerte Abstandssensoren können durch starken Schneefall oder Regen in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Auch sind bei vielen Systemen nur bestimmte Fahrparameter gespeichert, die auf manche prekäre Situation einfach nicht passen. Mißbach erklärt: „Beispielsweise mindert der Notbremsassistent die Unfallfolgen erheblich ab, jedoch ist er kein Allheilmittel, das einen Crash in jedem Fall verhindert.“ Trotz FAS gilt also: Augen auf und volle Aufmerksamkeit im Straßenverkehr!