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Müdigkeit am Steuer für Pendler besonders gefährlich

DVR warnt vor Unfallrisiko durch Sekundenschlaf

18,4 Millionen Menschen pendeln täglich zwischen Wohnort und Arbeitsplatz – das sind laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) etwa 60 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten! Viele nutzen das Auto und fahren so jeden Tag die gleiche Strecke – vermutlich teilweise „wie im Schlaf“. Dabei sollten Autopendler wachsam und voll konzentriert sein, um einen Sekundenschlaf und damit einen eventuellen Verkehrsunfall zu vermeiden! Am häufigsten „kracht es“ tatsächlich morgens zwischen 7 und 8 Uhr, also zu der Zeit, zu der die meisten Beschäftigten auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz sind. Darauf weist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) im Rahmen seiner Kampagne „Vorsicht, Sekundenschlaf!“ hin.


Ich kenne die Strecke im Schlaf ...

Wenn Pendler bekannte Strecken am Morgen oder am Abend zurücklegen, sollten sie also besonders wachsam sein: „Die Bekanntheit der Strecke und der Zeitpunkt der Fahrt können das Risiko von Müdigkeit am Steuer und eines Sekundenschlafs erhöhen“, erklärt der DVR. Pendler sollten deswegen vor jeder Autofahrt für ausreichend Schlaf sorgen. Das Schlafbedürfnis ist von Mensch zu Mensch allerdings unterschiedlich. Es gibt zwei Schlaftypen: „Lerchen“ und „Eulen“. „Lerchen“ sind morgens fit, erbringen vormittags die beste Leistung und werden abends früher müde. „Eulen“ werden abends später müde und schlafen morgens gern länger. Sie sind ab Nachmittag in Top-Leistungsform.


Berücksichtigen Sie Ihren Schlaftyp!

Die Leistungskurve kann sich von Mensch zu Mensch also erheblich unterscheiden – je nachdem, welchem Schlaftyp er angehört. Pendler sollten das eigene Schlafbedürfnis wahrnehmen und bei der Planung von Autofahrten berücksichtigen, um Sekundenschlaf am Steuer zu vermeiden, so der DVR. Wer wie die „Lerche“ abends früh müde werde und zeitig ins Bett gehe, könne seine Leistungsfähigkeit am Morgen nutzen und starten, wenn er oder sie sich ausgeschlafen und konzentriert fühle. „Lerchen“ sollten zudem, ehe sie sich am Feierabend auf den Heimweg machten, noch etwas frische Luft schnappen, um plötzlich auftretende Müdigkeit zu vermeiden. „Eulen“, die oft lange wach seien und spät ins Bett gingen, sollten am Morgen mehr Zeit einplanen. Sie sollten morgens erst starten, wenn sie sich richtig wach und fit fühlten, und beispielsweise über eine Fahrgemeinschaft nachdenken. Ein wacher Beifahrer halte auch den Fahrer wach. Außerdem könne man sich beim Fahren abwechseln.


Das sollten Sie bei Müdigkeit tun!

Wer während einer Autofahrt trotzdem erste Anzeichen von Müdigkeit wie Gähnen und schwere Augenlider verspürt, sollte eine Pause einlegen: Nutzen Sie diese für einen Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten oder bewegen Sie sich und bringen Sie damit Ihren Kreislauf in Schwung! „Autofahrer sollten von dem Versuch absehen, ihre Leistungsfähigkeit während der Fahrt durch koffeinhaltige Getränke oder andere Tricks wie ein offenes Fenster oder laute Musik zu verlängern“, warnt DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer. Eine Alternative für ermüdende Autofahrten könnte immer noch die Wahl von öffentlichen Verkehrsmitteln für den Arbeitsweg sein.