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Neueste Zahlen: Das kosten Arbeitsunfälle und berufsbedingte Erkrankungen!

EU-OSHA legt Fakten und Datenvisualisierungstool vor

Arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen verursachen in der EU jedes Jahr Kosten von 476 Milliarden Euro – das sind 3,3 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Allein die Kosten für arbeitsbedingte Krebserkrankungen belaufen sich auf 119,5 Milliarden Euro – das berichtet die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA). Sie legt aber nicht nur trocken diese neuesten Zahlen vor, sondern macht sie auch in einem Datenvisualisierungstool anschaulich. Das soll Arbeitsschutz-Verantwortliche und Politiker dazu bringen, bereitwilliger in Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz zu investieren. Schließlich sehen sie hier Schwarz auf Weiß, was es kostet, wenn das Arbeitsschutz-Niveau niedrig ist.


Übrigens: Derzeit gibt es Schätzungen, die von einem Return on Prevention von 1,6 ausgehen. Das heißt: Für jeden in Prävention investierten Euro bekommen Arbeitgeber durch weniger Fehlzeiten und Krankheits- und Behandlungskosten 1,6 Euro zurück.


Die EU-OSHA und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) haben im Rahmen des Projekts über Kosten und Nutzen von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit diese und viele weitere topaktuelle Zahlen zu Kosten von Arbeitsunfällen und berufsbedingten Erkrankungen ermittelt. Das zugrundeliegende Kostenmodell soll die sich für die Gesellschaft ergebende Belastung umfassend messen.


Weitere Fakten und Zahlen aus dem Modell:

  • Arbeitsbedingte Erkrankungen machen 86 % aller arbeitsbedingten Todesfälle weltweit und 98 % in der EU aus.
  • 123,3 Millionen DALY (um den Invaliditätsfaktor bereinigte Lebensjahre) gehen weltweit (7,1 Millionen in der EU) wegen arbeitsbedingter Verletzungen und Erkrankungen verloren. 67,8 Millionen (3,4 Millionen in der EU) davon entfallen auf Todesfälle und 55,5 Millionen (3,7 Million in der EU) auf Invalidität.
  • In den meisten europäischen Ländern verursachen arbeitsbedingte Krebserkrankungen die höchsten Kosten (119,5 Mrd. EUR bzw. 0,81 % des BIP), Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) die zweithöchsten.

Das Kostenmodell als auch die Ergebnisse und das Datenvisualisierungstool werden auf dem auf dem XXI. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Singapur vorgestellt, der noch bis 06. September läuft.

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