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Hubarbeitsbühnen: Zahl der tödlichen Unfälle 2016 gesunken

IPAF sieht trotzdem Handlungsbedarf

2016 gab es 66 tödliche Unfälle bei der Arbeit mit mobilen Hubarbeitsbühnen (mobile elevating working platforms=MEWPs) – das berichtet die International Powered Access Federation (IPAF). Das ist ein Rückgang um 2 im Vergleich zum Jahr 2015. Die Zahlen gehen aus dem IPAF-Unfallmeldeprojekt hervor, das es seit 2012 gibt. Weltweit sollen Hersteller, Verleihfirmen, Bauunternehmer und Anwender jeden bekannten Unfall mit Hubarbeitsbühnen melden.

Grundsätzlich sieht die IPAF den Rückgang der tödlichen Arbeitsunfälle im Umgang mit Hubarbeitsbühnen als positives Signal, vor allem weil die Anzahl vermieteter mobiler Hubarbeitsbühnen (geschätzte 1,17 Millionen Ende 2015 vs. 1,25 Millionen Ende 2016) und die Miettage (192,2 Millionen in 2015; 206,1 Millionen in 2016) zahlenmäßig weltweit erheblich zugenommen hätten.


Rückgang der tödlichen Unfälle als Signal - aber: es gibt noch viel zu tun

2015 lag die Anzahl tödlicher Unfälle mit Hubarbeitsbühnen demnach bei 0,035 pro 100.000 Arbeitstage – 2016 waren es 0,032 pro 100.000 Arbeitstage. Dies entspricht einem Unfallgeschehen mit Todesfolge pro 3,2 Millionen Arbeitstage.

 „Auch wenn es ein positives Zeichen ist, dass die Anzahl der tödlichen Verletzungen rückläufig ist, während der Mietmarkt und die Anzahl der Maschinenbetriebstage zur gleichen Zeit deutlich wachsen, können wir uns darauf nicht ausruhen“, erklärt Chris Wraith, IPAFs zuständiger Leiter für Technik und Sicherheit. „Untersuchungen zeigen, dass Unfälle meist auf Versäumnisse der Verantwortlichen oder auf Bedienungsfehler zurückzuführen sind, die jedoch in fast allen Fällen vorhersehbar und vermeidbar waren oder die in ihrer Wirkung hätten zumindest abgemildert werden können.“

Hauptursachen für die 66 Todesfälle in 2016 waren Absturz (38 %), Stromschlag (23 %), Einklemmen (27 % und damit 18 % mehr als in 2015) und Umkippen (12 % in 2016 im Vergleich zu 27 % in 2015) der Maschine. Es sei enttäuschend, dass die Hauptursachen für tödliche Unfälle Jahr für Jahr die gleichen seien. Wraith schließt daraus, dass es die Branche als Ganzes versäumt habe, die richtigen Lehren aus früheren Vorfällen zu ziehen.  IPAF will mit seiner Sicherheitsagenda „Back to Basics“ auch im Jahr 2017 Betreiber und Verantwortliche an die Notwendigkeit einer guten Risikobewertung, die Wahl der richtigen Ausrüstung, ordnungsgemäße Schulungen für Arbeiter und Verantwortliche, einen guten, technischen Sicherheitsleitfaden und eine solide Unfallberichterstattungskultur erinnern.

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