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Welttag des Sehens: Vergessen Sie den Augenschutz nicht!

Von Schutzbrillen und Augenduschen

Heute, am 12. Oktober, ist Welttag des Sehens. Der TÜV Rheinland nutzt diese Gelegenheit, um Beschäftigte und Arbeitgeber an das Thema „Augenschutz am Arbeitsplatz“ zu erinnern. Ein Thema, das oft genug vernachlässigt wird – solange, bis etwas passiert.

 „Je nach Arbeitsplatz – besonders in der Industrie – sind die Augen zahlreichen Gefährdungen ausgesetzt. Deshalb sind Arbeitgeber verpflichtet, für jeden Einsatzbereich eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen“, erklärt Andreas Kaulen, Experte für Arbeitssicherheit bei TÜV Rheinland, die absoluten Arbeitsschutz-Basics. In der Gefährdungsbeurteilung (GBU) muss enthalten sein, ob Gefahren für die Augen bestehen und ob man sie verhindern oder durch technische bzw. organisatorische Maßnahmen reduzieren kann. Wenn trotz technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen ein Risiko bleibt, sich an den Augen zu verletzen, müssen persönliche Augenschutzmaßnahmen ergriffen werden, also zum Beispiel das Tragen von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA).


Diese Gefährdungen gibt es ...

Oft sind es Fremdkörper, wie Späne oder Splitter, die ins Auge gelangen oder Rötungen oder Entzündungen verursachen. Neben solchen mechanischen Gefährdungen gibt es einige chemische Stoffe oder biologische Gefährdungen, wie Bakterien, Viren und Sporen, die bei Arbeiten, zum Beispiel im Labor, das Auge schädigen können. Elektrische Gefahren sind Störlichtbögen mit hohen Temperaturen und wegspritzenden Teilchen, etwa bei Schaltarbeiten in elektrischen Energieverteilungsanlagen. Bei Arbeiten mit Schweißgeräten entstehen optische Gefährdungen. „Hohe UV-Strahlung kann zum Verblitzen des Auges führen, das heißt, die Hornhautoberfläche wird verletzt. Die direkten Folgen reichen von Rötung und Reizung bis zur Bindehautentzündung. Eine Katarakt, auch grauer Star genannt, kann die Spätfolge eines solchen Unfalls sein“, so der Experte.


Erste Hilfe zu organisieren ist Arbeitgeberpflicht

Der Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, für eine geeignete Erste Hilfe zu sorgen. Augendusche oder Augenspülflasche müssen griffbereit sein, um Fremdkörper aus dem Auge herausspülen zu können. Bei Metallsplittern, die in die Hornhaut gelangt sind, ist Eile geboten, damit der Splitter nicht rostet. „Anstatt zunächst den Durchgangsarzt aufzusuchen, sollten Betroffene bei isolierten Augenverletzungen sofort zum Augenarzt gebracht werden“, so Kaulen. Der Arbeitgeber muss einen sicheren Transport gewährleisten, meist braucht es bei Augenverletzungen dazu einen Krankenwagen. Der Arbeitssicherheits-Experte empfiehlt generell, bei augengefährdenden Arbeiten eine Schutzbrille zu tragen: „Für die Freizeit findet man Augenschutzbrillen mit GS-Zeichen in jedem Baumarkt. Wer ohnehin schon eine Brille als Sehhilfe trägt, greift auf der Arbeit am besten zu einer Schutzbrille mit Korrekturfaktor. Die sogenannten Überziehbrillen sind in der Regel eher unkomfortabel.“