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Maschinendaten sichtbar machen: Testen Sie das IPA-Tool!

Fraunhofer IPA will 'InsideOut' auf Herz und Nieren prüfen

Maschinen und Anlagen erzeugen immer mehr Daten, etwa zu Temperatur, Füllstand, Abrieb ... Blöd nur, wenn Mitarbeiter Probleme haben, die komplexen Angaben zu interpretieren. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) hat jetzt ein Tool entwickelt, das die Maschinendaten visualisiert, also möglichst verständlich sichtbar macht. Jetzt werden Firmen gesucht, die das Tool namens "InsideOut" testen wollen.

So schön es ist, dass Daten von Maschinen und Anlagen helfen können, Fehler frühzeitig zu erkennen oder die Effektivität zu verbessern: "Die meisten Firmen lesen sie gar nicht erst aus. Falls doch, landen sie meistens in Excel-Listen oder auf einem Server im Keller", bemängelt Jonas Gutjahr, Wissenschaftler am Fraunhofer IPA. Er erklärt, dass man Expertenwissen benötige, um komplexe Protokolle aus der Maschinensteuerung zu verstehen: "Ein Nicht-Steuerungstechniker erkennt zum Beispiel gar nicht, auf welche Maschinenkomponente sich die Daten beziehen." Mit InsideOut soll das Ganze nun besser werden: Ein Konnektor stellt der Anwendung die Daten zur Verfügung, die sie in ein CAD-Modell integriert. Der Betrachter sieht ein animiertes Maschinenmodell, das sich fast in Echtzeit bewegt. Der Nutzer kann mit dem Modell interagieren und weitere Informationen abrufen. "Bei einem 3D-Drucker kann man zum Beispiel auf das Heizbett klicken und sich die Temperatur anzeigen lassen. Das Gleiche gilt für den Füllstand oder die Koordinaten des Druckkopfs", erklärt Gutjahr.

Auch Mitarbeiter, die in Steuerungstechnik weniger firm sind, können die Daten so deuten. Außerdem können zu jeder Maschinenkomponente Anleitungen, Texte und Bilder hinzugefügt werden. Und das Beste: Die Visualisierung können Sie sich sogar aufs Smartphone holen - und dafür müssen Sie nicht neben der Maschine stehen!

Für die Anwendung InsideOut, die eventuell um einen Alarm erweitert werden soll, der bei der Überschreitung von Grenzwerten warnt, suchen die Forscher noch Unternehmen, die sie im eigenen Haus testen. Folgen Sie dem Link zum Fraunhofer-IPA für alle weiteren Infos!


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