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Auch kleinste Verletzungen gehören ins Verbandbuch!

So dokumentieren Sie die Erste Hilfe im Betrieb

Auch wenn es nur ein Kratzer ist: Wer sich bei der Arbeit verletzt, sollte jede noch so kleine Folge daraus ins Verbandbuch eintragen (lassen). Das rät die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM). Nur so seien Beschäftigte auf der sicheren Seite, falls später Fragen zum Versicherungsschutz auftauchten.

Schnitte etwa mit dem Messer in den Finger seien in vielen Betrieben keine Seltenheit. Auch wenn erst mal ein Pflaster ausreiche, um die Wunde zu versorgen, sollten auch solche scheinbaren Bagatell-Unfälle ins Verbandbuch eingetragen werden, erklärt die BG ETEM. Wenn ein solcher Schnitt sich dann entzünde und eine Infektion nach sich ziehe, könne ein Eintrag ins Verbandbuch hilfreich sein, um zu klären, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt.


Übrigens: Ein Verbandbuch muss kein Buch sein – eine Liste oder eine Datei tut es auch. Aus Datenschutzgründen darf es natürlich nicht offen für jeden zugänglich sein. Außerdem muss es fünf Jahre aufbewahrt werden.


Verbandbücher gibt es bei den Berufsgenossenschaften zum Bestellen oder als Downloads. Die meisten bieten Spalten für alle notwendigen Angaben, etwa für Datum, Ort und Uhrzeit; aber auch der Unfallhergang oder Art und Umfang der Verletzung müssen beschrieben werden. Die meisten Verbandbücher enthalten zudem weitere Infos, etwa dazu, was in Verbandkästen zu finden sein muss. Die BG ETEM erklärt außerdem, dass Verbandbücher nützliche Hinweise darauf geben können, wie Unfälle zu vermeiden sind: Tauchten bei Angaben zu Schnittverletzungen zum Beispiel als unfallverursachende Werkzeuge immer wieder dieselben Messer auf, sollte über einen Austausch nachgedacht werden.

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